Nichts neues

Nachdem Sturmtief Jürgen und das dazu gehörige Geschaukel durchgezogen sind, hat es wieder aufgeklart. Das schöne Wetter soll aber nur ein paar Tage halten und dann sagt der Wetterbericht die längste Regenperiode voraus, seitdem wir hier angekommen sind. Eine Woche lang soll es quasi nur regnen. Also stocken wir unsere Vorräte nochmal auf, denn ich habe echt keine Lust im Dauerregen stundenlang durch die Gegend zu laufen, nur um einzukaufen. 

Da Regentage automatisch auch immer eher entspannte Tage sind an denen wir nicht viel am Boot arbeiten, werden die sonnigen Tage genutzt. Wir schmiergeln, schleifen und streichen was das Zeug hält. Die Sitzbank, die Backskistenabdeckungen, die Bodenbretter und das Cockpit selbst werden optisch aufgemöbelt. Wie immer dauert es länger, als gedacht. Dazu räumen wir (mal wieder) das halbe Boot aus und wieder ein. Der Perfektionist und Logistiker unter uns puzzelt sich so durch die Bugkabine, die Einzelkoje und die Backskisten, während ich die Küche neu sortiere. Wir werden also bald wieder suchen und uns fragen, wo wir eigentlich was hingeräumt haben 🙂 

Wir sind aber natürlich nicht nur schrecklich fleißig, sondern freuen uns, mit den Schweizern Martina und Daniel von der Vairea bei einem Wein am Abend über unsere Erlebnisse. Die beiden wollten schon seit drei Jahren in der Karibik sein. Da fühlen wir uns sofort nicht mehr so schlecht, dass wir unseren Plan nicht durchgezogen haben. Seit heute ist dann auch schon wieder das nächste Tiefdruckgebiet hier. Will heißen: es regnet. Viel. Ein Glück, dass wir über Weihnachten daheim waren und in der Garage die Kuchenbude mit eingepackt haben. So bleibt unser Cockpit zumindest größtenteils trocken und wir haben zwei Meter mehr Lebensraum. Klingt nach nix, macht aber ein riesen Unterschied. Zu dem tollen Pisswetter hat sich nun unser Freund Markus angekündigt. Unser erster offizieller Besuch aus Deutschland. Wir überlegen uns jetzt schon, was wir zusammen machen können, auch bei schlechtem Wetter. Wir werden sicherlich gute Ideen finden und euch berichten. 

Das Cockpit bekommt einen neuen Anstrich

Mein Arbeitsplatz – schleifen und streichen

Wir räumen um. Erst aus, dann wieder ein. So klein wie das Schiff aussieht, so viel kann man doch darin verstauen

Kategorien:Portugal

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