Angekommen in der Marina

Heute sind wir von unserem Ankerplatz in die Marina gefahren. Ein riesen Weg von ungefähr 500 m. Unser Wassertank war nun nach 50 Tagen leer und nun werden wir die nächsten sechs Monate hier liegen bleiben. Wir müssen natürlich das Boot hier und da optimieren, da wir nun im Praxistest gesehen haben, was gut funktioniert und was nicht. 

Zeit, für einen kleinen Rückblick:

Wir sind seit unserem Start in Stuttgart am 9.5 insgesamt 144 Tage unterwegs. Dabei haben wir 1.950 sm hinter uns gelassen (davon 763 km auf den Binnenstraßen von Neckar, Rhein und Nederrijn). 291 Stunden sind wir motort, wobei hier allein 120 Stunden auf den Binnenweg entfallen. Die längste Etappe an einem Stück sind wir von Falmouth über die Biskaya nach A Coruña gefahren: 360 Seemeilen. Das Wetter war uns anfangs selten hold, so dass wir Regen, Gewitter, Nebel und viel Kälte abbekommen haben. Endlich im Süden allerdings wurde es wärmer, letzten Monat hat das Thermometer stolze 39° Grad angezeigt. 

Auch sonst haben wir viel erlebt, von den anfänglichen Schwierigkeiten wie den Ausfall des Antriebs in der Schleuse von Heidelberg, gefühlte Sturmsee auf dem Rhein bei Gewitter bei dem wir fast den Mast verloren hätten, bis wir endlich in das Meer gefahren sind. Dort hatten wir entweder gar keinen Wind oder nur Gegenwind. Wir haben aber auch so viele tolle Menschen kennen gelernt und konnten viele Feste feiern (im Radio erkenne ich inzwischen Richie Campbell – Lieder, ich bin schwer stolz auf mich!). 

Schweres Wetter hatten wir nach unserem Start in Falmouth, sowie bei der Fahrt von Cascais bis Setubal, wo wir die höchste Wind Geschwindigkeit von 40 Knoten gemessen haben. Keine einzige der riesen Wellen hat ihren Weg in unser Cockpit gefunden, wohl aber einige über den Bug auf das Deck. Flaute hatten wir auch, mehr als uns lieb war. 

Wir lagen insgesamt 51 Tage vor Anker, den Rest mussten wir in Marinas verbringen, die bisher unseren größten Posten an Ausgaben stellen. Nun ist es schön, das Gefühl zu haben, angekommen zu sein. Portimão und die Umgebung sind wirklich schön, die Menschen sind extrem freundlich und hilfsbereit (irgendwo findet sich natürlich immer der eine Idiot, der einen nervt, aber die sind glücklicher Weise in der Unterzahl). 

Kategorien:Portugal

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