Aufgabe des Tages

Nachdem wir uns inzwischen zum bestimmt 5. mal von den Pintails verabschiedet haben und uns jedes Mal vorsorglich Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr gewünscht haben, kommen die Pintails am Dienstag abend wohlbehalten in Portimao an.
Am Nachmittag hat der Wind am Ankerplatz auf 5 bis 6 Windstärken aufgefrischt, so dass alle Bootsbesitzer in ihren Cockpits sitzen und sicher stellen, dass der Anker hält. Wir bilden da keine Ausnahme. Die Norweger, die vor uns geankert haben, machen einen tief entspannten Eindruck. Bei so viel Wind fliegt von anderen Booten immer mal wieder was über Bord und wir sehen Sitzkissen, Bälle, Kajaks und Schwimmringe an uns vorbei treiben. Der große Schooner, der ungefähr 200 m weiter geankert hat, geht irgendwann auf Drift. Der Anker hält nicht mehr. Da offenbar nur einer an Bord des riesen Schiffs ist, ist der etwas hilflos. Aber die Marinapolizei ist schnell zur Stelle und hilft. Eine weitere Yacht beginnt zu driften und wir beschließen daher vorsichtshalber, mehr Kette ins Wasser zu lassen. Nun haben wir die 5-fache Wassertiefe und sind ruhiger. Als die Norweger sehen, dass wir Kette geben, fragen sie, wieviel wir ins Wasser lassen und geben die gleiche Länge bei sich nach.
Abends lässt der Wind glücklicherweise etwas nach. Die Norweger steigen ins Dinghi und laden uns spontan ein, sie zu einem netten Restaurant auf dem Hügel direkt vor dem Ankerplatz zu begleiten. Das machen wir doch gerne. So fahren wir das erste mal mit unserem Dinghi an den Strand, was hervorragend klappt. Der Abend wird mit 3 englischen Paaren und den Norwegern sehr nett. Die Aussicht auf den Ankerplatz ist herausragend gut.
Am Mittwoch gehen wir die Pintails im Hafen besuchen. Sie hatten ein kleines großes Problem, ihre Genua wieder einzurollen, da sich Überläufer gebildet haben. Das heisst, die Reffleine hat sich derartig verhakt, dass sie das Segel weder rein noch raus bekommen haben. Schlecht, ziemlich schlecht, bei 6 Beaufort wenn man in den Hafen fahren will. Sie haben es aber hinbekommen und müssen nun ein paar Dinge reparieren. Wir besuchen sie auf dem Weg zum Supermarkt. Wir haben kein Obst und Gemüse mehr und auch das Brot wird langsam sehr bissfest.
Da es aber Dinge zu reparieren gibt, müssen wir natürlich bleiben und fahren mit ihnen zum ansässigen Teilehändler.
Auf dem Weg sehen wir einen großen Kat auf dem Strand liegen. Wir denken, der hätte sich absichtlich trocken fallen lassen, aber wir hören, dass auch der Anker dieses Kat im gestrigen Wind nicht gehalten hat und da niemand auf dem Boot war, ist das Boot auf Grund gelaufen. Als wir vorbei fahren, zieht die Marinapolizei den Kat wieder vom Strand und hilft beim neuen ankern. Das arme Boot hat einige fiese Kratzer abbekommen.
Gegen 14 Uhr frischt der Wind wieder auf und uns zieht es wieder zurück, um sicher zu stellen, dass mit unserem Boot alles in Ordnung ist. Das ist es auch. Nach knapp zwei Stunden Mittagspause machen wir uns gegen 16 Uhr wieder auf, denn Obst und Gemüse haben wir immer noch nicht eingekauft. Emma und ich drehen eine Runde durch die große Marina und suchen den beschriebenen Mini-market. Den finden wir auch, aber der ist so winzig, dass er nur als Mikromarket bezeichnet werden kann. Wir machen uns also endlich auf, einzukaufen. Emma und Stefan begleiten uns. Wir gehen ein Bier trinken und seit langem wieder indisch essen. Sehr lecker. Um neun Uhr abends sind wir dann endlich im Supermarkt und kaufen Obst und Gemüse.
So haben wir den Tag schneller herum bekommen, als wir dachten, haben es aber doch noch auf den letzten Drucker geschafft, das Tagesziel -einkaufen- zu erreichen!

Kategorien:Portugal

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