Aufräumen

Nun, während man jeden Tag zur Arbeit geht und die Tage doch schon deutlich kürzer, dunkler und kälter werden, werde ich das Gefühl nicht los, dass die Zeit an einem nur so vorbeirauscht. Unter der Woche kommen wir nicht mehr zum Boot raus, Samstags hat Alex Schule und ich bin oft mit Sachen beschäftigt, die unter der Woche liegen geblieben sind. So kommen wir eigentlich nur noch Sonntags raus, um nach dem rechten zu sehen und weiter zu arbeiten. Wenn man aber nur an einem Tag in der Woche wirklich da ist, kriegt man erstaunlich wenig geschafft. Zudem ist der Sonntag der einzige Tag, an dem wir beide ausschlafen können. Somit fällt dieser doch meist eher kurz aus. Zudem kommen die Prüfungsvorbereitungen von Alex und das sonstige Leben. Aber in diesem Dilemma stecken wir bislang jeden Winter. Es ist zwar wirklich noch viel am Boot zu tun, aber zu Hause wird die Liste der Dinge die vorzubereiten sind auch nicht kürzer. So wollen wir in der Zeit, in der wir weg sein werden, unsere Wohnung möbliert vermieten. Für so ein Inserat muss ich Fotos machen. Diese Bilder sollten den Optimalfall der Wohnung darstellen. Also ohne den unsäglichen Unrat, der sich täglich ein kleines bisschen mehr in allen Ecken der Wohnung sammelt. Alles wieder aufzuräumen, zu putzen und so herzurichten, dass es tatsächlich gut aussieht, erforderte doch mehr Zeit, als ich mir vorher gedacht hatte. Zugegeben, geschadet hat es sicher nicht, in allen Ecken zu saugen, zu putzen und auch alle Papierstapel durchzusehen. Es ist doch erstaunlich viel als Müll herausgeflogen. Dieser Winter wird geprägt sein von noch mehr aufräumen und sortieren. Wir müssen uns überlegen, was brauche ich wirklich auf dem Boot? Was muss unbedingt mit? Fotoalben und Erinnerungen wohl kaum, aber wegwerfen will ich sie auch nicht. Also, ab in eine Kiste und im Keller lagern. Dieses Lager sollte natürlich so klein wie möglich sein. Der näher rückende Beginn der Reise ist eine gute Gelegenheit, uns von allem überflüssigem zu trennen, das wir so in den letzten Jahren und Jahrzehnten angesammelt haben. Einfach ist diese Trennung von Altem nicht immer. So muss ich zum Beispiel die Anzahl meiner Kleidungsstücke dramatisch einschränken. Dabei denke ich immer, ich würde ich nicht viel besitzen. Aber, welche Frau denkt das nicht? 😉

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