Ausflug

Am letzten Sonntag treffen wir uns mit Natalie und Flo. Zwei Freunden aus Stuttgart, die inzwischen regelmäßig nach Portugal kommen. Sie finden es hier genauso toll, wie wir. Dieses Mal sind sie ein Stück weit entfernt und wir machen einen Ausflug um sie zu besuchen.

Ein Stück weit entfernt heißt 2 Stunden Fahrt mit dem Roller. Der Tag ist schön, die Sonne scheint und wir machen uns um neun Uhr auf. Wir fahren über die Berge von Monchique. Die Aussicht ist überragend. Die Straße leider nicht. Oder zumindest nur am Anfang. Dann folgen Bodenwellen und Schlagloch auf Schlagloch. Manches Mal habe ich das Gefühl aus dem Sitz gehebelt zu werden. Aber es geht alles.

Ein paar Kilometer weiter steht ein Schild am Straßenrand: „Ab hier schlechter Straßenzustand“. Haha, was war das dann bis jetzt? Leider meinen die das ernst und die Straße verdient sich ihren Namen nicht mehr. Noch mehr Schlaglöcher und wir werden so richtig durchgeschaukelt.

Glücklicher Weise wird die Straße bald besser. Auch die Landschaft verändert sich schnell. Vom Wald zur einer Art Steppe, zum Eukalyptus und Korkeichen Hain wandelt sich die Umgebung. Es ist herrlich anzusehen.

Nach zwei Stunden Fahrt lässt uns das Navi auf einen Schotterweg einbiegen. Hab ich vorher gemeckert, dass es holprig war? Ich nehme alles zurück.

10 Minuten Holperfahrt weiter sind wir da. Flo und Natalie sind schon unterwegs mit ihren Hunden und begrüßen uns freudig. Wir genießen die Ruhe, trinken Kaffee und quatschen über Gott und die Welt. Es ist eine schöne Freundschaft. Wir sehen uns alles halbe Jahr und sprechen dazwischen kaum miteinander. Aber wenn wir uns sehen, ist es als hätten wir uns gestern das letzte Mal getroffen. Nur, das eben ein halbes Jahr Leben dazwischen liegt und man sich dementsprechend viel erzählen kann.

Nach einem wunderbaren Mittagessen schnappen wir uns die Hunde und wandern den nächsten Hügel hinauf, während die Hunde mindestens den doppelten Weg zurück legen, weil sie dauernd vor und zurück laufen. Durch den Wald, eine ordentliche Steigung hinauf und wir können eine super Aussicht genießen.

Während wir staunend auf die Westküste Portugals blicken, haben die beiden Hunde eine Ziege gefunden. Die rennt aber nicht weg. Komisch. Wir nähern uns vorsichtig und sehen, dass das Tier lahmt. Ein Bein zieht sie hoch. Wir geben dem Tier etwas zu trinken, was es gierig annimmt. Dann überlegen wir hin und her, was wir am besten tun sollen, um dem Tier zu helfen. Letztlich können wir es nicht mitnehmen. Aber wir fotografieren es und auch die Nummer der Ohrmarke. Das Tier muss ja irgendwem gehören. Wir nehmen uns vor, dem hiesigen Bauernverband zu schreiben und zu versuchen, den Besitzer ausfindig zu machen.

Dann geht es den Berg wieder herunter. Wir reden noch ein Weilchen, dann müssen wir uns auch schon wieder auf den Heimweg machen, bevor die Sonne untergeht. Dann wird das Fahren auf dem Roller doch kühl und anstrengend. Zurück geht es super, wir nehmen einen anderen Weg und kommen mit dem letzten Licht wieder in Portimao an.

Müde, aber zufrieden mit dem Tag. Schön, mal wieder was anderes gesehen zu haben als die Arbeit am Boot. Mit der geht es übrigens gut voran. Aber davon mehr im nächsten Beitrag.

Aussicht von den Bergen von Monchique
Super Straße
Es wird steppenartig
Eukalyptus am Wegesrand
Schotterpiste
Angekommen
Aussicht vom Hügel auf die Westküste

Kategorien:Umbau

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