Besuch

Am Dienstag Abend kommen Marian und seine Freundin Jasmin bei uns an. Wir sind der Einfachheit halber in die Marina gefahren, haben Wasser getankt und das Boot vom Salz befreit. Jasmin war vorher noch nie auf einem Segelboot und jeder hat ihr vorher erzählt, dass sie auf jeden Fall seekrank werden würde. Sie hofft auf das beste. Der erste Abend wird schnell abgeschlossen, da es schon spät ist und wir am nächsten Morgen früh aufstehen wollen. 

Um sechs Uhr morgens klingelt dann wirklich der Wecker und wir legen ab. Wir setzen die Segel und haben trotz Wolken einen schönen halben Segeltag. Gegen Mittag sind wir hungrig und so fahren wir wieder nach Portimao und ankern. Nachmittags gehen wir noch baden, da sich das Wetter aufgeklart hat. Die beiden sind das erste Mal in Portugal und total begeistert von der Algarve. Jasmin geht es auch super, keine Seekrankheit. Darüber ist sie sehr glücklich und wir natürlich auch. Die beiden haben von den Höhlen hier gehört und so fahren wir am Donnerstag zu der meist beworbenen Höhle. Es gibt einen kleinen Strand daneben, der ist allerdings extrem überfüllt mit allerlei Menschen, die dicht an dicht liegen. Wir finden glücklicher Weise noch einen etwas ruhigeren Platz und genießen den Tag in der Sonne. Am Abend packen wir unsere Sachen und grillen am Strand. Sonnenuntergang, leichte Brise und unsere Faith direkt vor unserer Nase. Ja, es könnte schlimmer sein. Die beiden bringen uns wieder zu Bewusstsein, wie gut wir es hier haben. Marian steht jeden Morgen auf und freut sich riesig, fotografiert jedes Eck und sagt immer wieder, wie schön es doch hier ist. Wir sind froh, dass die beiden da sind und uns wieder daran erinnern, das wir es extrem gut haben. Man gewöhnt sich viel zu schnell an all die Schönheit und die Mentalität des ewigen Meckerns kommt zu Tage. 

Freitag Vormittag gehen wir nochmals segeln, bei ein paar Wolken aber diesmal mehr Sonne. Wir genießen es in vollen Zügen. Nachmittags gehen wir wieder im klaren Wasser baden und zum Abschluss unserer Zeit am Praia da Rocha essen. Fisch hatten wir noch nicht und es wäre schändlich, Portugal zu verlassen ohne Fisch gegessen zu haben. Auch müssen die beiden wie alle anderen einen Churro essen. Umso besser, dann haben wir auch eine Ausrede warum wir einen essen müssen… 😉 

Am Samstag morgen fahren die beiden dann leider schon wieder ab. Da es in der Nacht sehr windig war, waren wir beide ziemlich müde. Die kleine Wetterstation sagt, dass wir bis zu 40 Knoten Wind hatten. Da schlafen wir höchstens mit einem Auge. Aber unser Anker hat gehalten. Da sind wir sehr zufrieden mit unserem Boot, dabei haben wir noch nicht mal allzu viel Kette im Wasser. Sollte es schlimmer kommen, können wir uns darauf auch einstellen. Das beruhigt ungemein. 

Heute gehen wir kurz einkaufen und auf dem Rückweg kurz bei einem unserer Ankernachbarn vorbei. Die beiden Belgier sind an unserem Beiboot interessiert und wir an ihrem Steuerstand, den sie aus einem Bierfass gebaut haben. Optisch sehr ansprechend und überaus praktisch. Sie haben soeben zwei Fische gefangen und verabreden uns für den Abend zum Essen. Sie bringen den Fisch mit, wir das Gemüse. 

die Grotte von oben

grillen am Strand

was gibt es besseres als ein Glas Wein am Strand und das eigene Boot im Hintergrund?

Kategorien:Portugal

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