Das Ende der Saison

Wie hat Reinhard Mey das so schön besungen? „Ich liebe das Ende der Saison“. Nun, auch hier neigt sich die Hauptsaison dem Ende zu. Das merken wir schon seit Anfang September, nicht am Wetter, dass ist immer noch warm und sonnig. Aber an der Menge Touristen. Die werden nämlich beständig weniger. Seit heute läuft auch wieder die “ End of season“ Party des letzten Jahres. Das bedeutet, sie haben am Praia da Rocha bei uns um die Ecke einen großen Pavillon aufgebaut und machen dort vier Tage am Stück von Mittags bis spät in die Puppen Party mit lauter werdender Technomusik. Bei uns kommen meist nur die Bässe an, die dafür aber sehr gut. Das ist meist abends doch recht nervig. Aber was solls, es bedeutet ja, dass nach dem Wochenende Ruhe herrscht. Sobald die Saison vorüber ist, geht hier in Portimao alles seinen gewohnten Gang. Die Kellner in den Bars sind wieder ansprechbar und man wartet nur noch halb so lang auf seinen Kaffee oder sein Bier am Abend. Die ganzen Futterbuden werden abgebaut und die Touriboote werden weniger.

Wir bereiten uns derweil mental darauf vor, aus dem Wasser zu gehen auch wenn wir noch keinen Termin haben. Vorgestern haben wir uns hin gesetzt und eine drei Seiten lange Liste geschrieben, was wir alles zu tun haben. Kaum sind wir fertig mit der Liste sehen wir ein ein Dinghi auf uns zu fahren. Zwei Erwachsene und drei Kinder steuern auf uns zu und sagen Hallo. Sie haben Peter auf dem Hardstand getroffen und der hat sie zu uns geschickt, da sie auch aus Stuttgart kommen. Wir laden die Familie ein auf einen Kaffee und unterhalten uns mit Hagen und Inga, die mit ihren drei Kindern auch seit zwei Jahren unterwegs sind. Den beiden kleineren ist das bald zu langweilig und sie stromern über das Deck, lösen alle Knoten die sie finden können und inspizieren alles sehr genau. Aufgrund der Party am Strand gehen sie am nächsten Morgen Anker auf und segeln nach Faro. Wir sind am Freitag verabredet, also bleiben wir. Wir gehen zusammen mit Ruth, Peter, Hans und Julian aus England Chicken Piri Piri essen. Unser Lieblingsladen in den Bergen von Monchique kennt uns inzwischen gut und wir haben einen super Abend. Dabei hören wir, dass Julian Probleme mit seinem Außenborder hat und wir bzw. Alex verspricht, am Dienstag vorbei zu kommen und zu helfen. Wieder einer mehr auf der Liste der Außenborder, denen Alex hilft. Auch ich habe mich mal an dem Vergaser des kleinen Generators probiert unter Anleitung von Alex natürlich und es hat super geklappt. Was bin ich stolz auf mich! So viel Kleinkram und Fummelszeug. Alex findet es auch super, dann kann ich mich beim nächsten mal alleine drum kümmern.

Gestern waren wir motiviert und sind mit unserem Dinghy raus und haben geangelt. Eine kleine Markrele haben wir auch tatsächlich gefangen, ansonsten haben wir eher den schönen Tag auf dem Wasser genossen, bevor wir allzu bald auf dem Trockenen stehen.

Dinghy Fahrt raus aufs Meer

Eine kleine Makrele haben wir gefangen

Die schönen Klippen der Algarve

Faszinierende Ausblicke auf die Höhlen

Sonnenuntergang in Portimao mit Assai im Vordergrund (Foto von Hans)

Kategorien:Portugal

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