Das große Spachteln

Der April zeigt sich auch hier in Portugal wechselhaft. So ist schon wieder Regen angesagt, ab Mittwoch. Bis dahin soll so viel vom Rumpf gespachtelt werden, wie möglich. Das große Spachteln beginnt also. Sind ja nur ca. 37 Quadratmeter die vor uns liegen. Ein Kinderspiel. Oder so ähnlich…

Während Alex wieder da ist und von allen freudig begrüßt wird, stürzt er sich auch gleich wieder in die noch anstehenden Arbeiten. Zuerst wird aufgeräumt und alles wieder ordentlich gemacht. Ich bin am spachteln, während er aufräumt und umräumt und putzt. Mal anders, die Rollenverteilung, gefällt mir aber recht gut, muss ich sagen 🙂

Er guckt sich mein Werk an und schleift auch schon mal vorsichtig an der Stelle, wo ich zuerst gespachtelt habe. Nun, ich finde, das Ergebnis kann sich sehen lassen. Es sind zwar noch hier und da Unebenheiten vorhanden, aber man muss auch realistisch sein. Das ist ein altes Boot und eben kein Racer, das wird sie auch nie werden. Der Rumpf braucht trotzdem noch eine zweite Schicht, um die Unebenheiten auszugleichen. Soweit, so gut. Der Rumpf ist aber noch nicht fertig.

Also nutze ich jeden Tag. Morgens einmal anschleifen, mit Wasser abspritzen, warten. Den neuen Wasserpass für später markieren, mit Aceton abreiben, Epoxy drauf verteilen. Das geht alles in allem meist recht zügig. Dann heißt es warten, dass das Epoxy antrocknet. In der Zeit gibt es Mittagessen.

Da hier in Portugal schon Erdbeer Zeit ist, futtern wir uns kugelrund an frischen Erdbeeren. 2 Kilo für 4,50 €, da kann ich nicht nein sagen. Und schmecken tun sie auch schon ganz hervorragend. Man muss sich nur eilen, die Menge auch zu essen, denn sie kriegen doch schnell Druckstellen und werden weich. Zu zweit aber kein wirkliches Problem für uns.

Sobald das Epoxy angetrocknet ist, aber noch nicht ganz trocken, kommt der Spachtel drauf. Wir nutzen den gleichen Epoxyspachtel wie am Kiel, nur die „leichte“ Version davon. Viel kann ich davon nicht auf einmal anmachen, denn die 15 Minuten Topfzeit meinen die ernst. Ich bezweifle sogar, dass es 15 Minuten sind. Wiegen, mischen und los gehts. Alles im Schatten bitte, denn sonst verkürzt sich die Zeit nochmals.

So langsam habe ich aber den Dreh raus, will ich behaupten. Aber die Wahrheit sieht man ja erst, wenn wir den ganzen Quatsch wieder schleifen werden.

Der Wetterbericht hat Recht behalten, Mittwoch morgen fängt es an zu regnen und hört nur kurzzeitig auf, um Luft zu holen für die nächste Runde. So komme ich wenigstens dazu, Euch mal wieder auf den neuesten Stand zu bringen 🙂

Es geht voran. Tag 3
Tag 4, sieht doch schon fast wieder wie ein Schiff aus

Kategorien:Umbau

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