Der erste Weihnachtsmarkt in diesem Jahr

Das Wetter ist endlich schön, so wie es sich gehört für die Algarve. Hier und da ein Puffwölkchen und Sonne satt bei angenehmen 20 Grad.

Zwei Tage bearbeiten Alex und ich den Kiel, entrosten ist angesagt. Den alten Spachtel aus den Löchern popeln und abflammen, damit der Phosphor an der Oberfläche verbrennt. Ruck zuck sehen wir aus, als hätten wir unter Tage gewerkt. Brauner Ruß an Händen und im Gesicht, weil ich es einfach nicht lassen kann, mir mit den Händen im Gesicht rumzufuhrwerken. Gestern Mittag packen wir dann endlich den Primer aus. Das Zeug ist dickflüssig, wie drei Tage alter Haferbrei. Nur dank dem Härter bekommt es eine bessere Viskosität. Zinkpulver hinzufügen und los gehts. Ich kriege den Pinsel und Alex die Rolle. Die Aufteilung kennen wir schon. Auf geht’s, ab geht’s. Zuerst die Sonnenseite des Kiels. Als Alex mit der Rolle drüber geht bleiben ziemlich viele der kleinen Löcher offen, bzw da kommt keine Farbe hin. Wenn ich das alles mit meinem kleinen Pinselchen machen soll, dann steh ich übermorgen noch da. Nur, dass die zwei Komponenten Paste das nicht mit macht. Die zieht schon nach zehn Minuten merklich an. Von wegen 12 Stunden Topfzeit. Alex wechselt einmal die Rolle und siehe da, das geht besser. Relativ zügig sind wir fertig und zufrieden mit dem Machwerk. Lachsfarbener Kiel hat auch nicht jeder. Aber das Boot ist ja ein Mädchen und die Farbe bleibt ja nicht. Sehr zu Alex Freude. Am Abend sind wir entsprechend erschöpft. Alex geht es ein wenig im Magen rum und so machen wir Mädels uns einen schönen Abend. Es ist schön, Ursula an Bord zu haben. Und auch der kleine Floh ist immer für einen Lacher gut, wenn auch eher unfreiwillig.

Samstag nun wird ein entspannter Tag. Während Ursula an ihrer Ape bastelt, renne ich um’s Boot und messe die Feuchtigkeit im Rumpf. Male mir alle Zahlen brav auf ein Blatt Papier und hoffe, dass ich nächsten Monat beim messen die gleichen Punkte wieder finde. Fazit der Messung: muss noch ne ganze Weile trocknen. Hier und da hat es gute Werte, aber überwiegend im roten Bereich der Anzeige. Naja, es hat ja noch Zeit.

Zwischendurch kommt Peter vorbei zum klönen und wir finden heraus, dass in Ferragudo mal wieder Weihnachtsmarkt ist. Nur dieses Wochenende. Gut, Weihnachtsmarkt wissen wir ja schon, kann man das wirklich nicht nennen, mit maximal 20 Ständen, aber nett ist es allemal. So treffen wir uns alle mit Inge und Tommy und sind durchaus enttäuscht keinen Glühwein vorzufinden. Letztes Jahr gab’s noch welchen. Hat wohl in Portugal nicht so den Anklang gefunden. Sobald die Sonne weg ist, ist es aber derartig frisch, dass Glühwein durchaus angebracht wäre. Nun, heiße Schokolade mit Brandy tut’s auch in der nächsten Kneipe.

Der Floh ist auch ein Morgenmuffel.

Erst die Löcher anmalen

Schön mit Atemschutz

Fertig isses soweit. Lachsfarben!

Kategorien:Portugal, Umbau

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