Der große Kampf hat begonnen

Markus ist da und mit ihm im Rücken beginnen wir die großen Baustellen am Boot wieder zu schließen. Begonnen wir der große Kampf bei der Kielnaht. MS Polymer in schwarz haben wir, 8 Tuben. Alex kriegt die Spritzpistole, Markus und ich laufen hinter drein und versuchen unser Bestes, die Naht schön aussehen zu lassen. Das ist allerdings ein recht aussichtsloser Kampf. Nach den ersten zwei Kartuschen kriegen wir leichte Panik, dass die 8 Kartuschen, die wir haben nie reichen werden. Alex wiederholt gebetsmühlenartig: „Ich hab zu wenig bestellt. Das reicht nie. Guck mal, wie viel da rein geht.“ Irgendwie reicht es dann doch. Schön ist es zwar wirklich nicht geworden, aber es erfüllt seinen Zweck. Die Angst, die Naht bzw das Material würde uns in einer Wulst wieder rausfallen war unbegründet. Alles bleibt, wo wir es hingeschmiert haben. Gut so.

Nach dem der erste Angstgegner bewältigt wurde, wollen wir am Samstag mit dem Unterwasserschiff beginnen. Top motiviert suche ich das Material dafür zusammen. Beim Blick auf den Rumpf fällt mir ein anderer Angstgegner ins Auge. Die Löcher. Da war ja noch was. Wir haben immer noch 23 Löcher von ehemaligen Borddurchbrüchen im Boot, von denen die Hälfte zulaminiert werden soll. Sinnvoller Weise bevor der Rest des Unterwasserschiffs behandelt wird. Also, Planänderung.

Ich suche mir zwei Löcher aus, die mir am besten gefallen. Dann von innen anschäften. Hehe. Klingt so einfach, leider aber ein riesen Aufriss. Das Loch in der Bugkabine erreiche ich erst nach 10 min hin und her räumen von Kram, der drauf liegt und zwar genau in den Durchgang. Das auch ja keiner mehr sich bewegen kann. Dann Flex holen, Strom legen, Plastikplane zum abdecken und kopfüber los legen. Dann staubsaugen, alles wieder einräumen und den gleichen Spaß unter der Spüle veranstalten. Dann außen die Löcher etwas größer schleifen, anzeichnen und 10 bis 12 Lagen Glasfasermatten passend ausschneiden. Um drei Uhr nachmittags gebe ich die Hoffnung auf, heute noch irgendwas laminieren zu können. Ich bereite alles vor und am Sonntag dann machen Alex und ich uns ans Werk.

Zuerst den zugeschnittenen „Stöpsel“ ins Loch kleben mit 5 Minuten Epoxy. Passt. Dann nach Anleitung von den Profis von von-der-Linden alle Lagen tränken, auf einer Plastikplane und anbringen. Alles schön, alles gut. Dann an den Rumpf. Beppt gut, aber tropft ziemlich. Eine der erwähnten Glasfaserlagen ist wohl nicht so gut gewählt gewesen, denn die hat das Epoxy nicht ausreichend aufgenommen. Also, die Lage wieder runter popeln, neue Lage zuschneiden und mehr Epoxy drauf. Dabei tropft es weiter auf den Betonboden. Naja, schön ist wirklich anders. Das zweite Loch machen wir in Etappen. Drei Lagen tränken und drauf. Weitere drei und so weiter. Tropft weniger, aber immer noch. Sieht nachher eher grausig aus, aber hält.

Nach einer Verschnaufpause gucken wir uns das Ergebnis nochmal an. Grundsätzlich okay, die Matten sind noch an Ort und Stelle, aber das Epoxy ist leider der Schwerkraft gefolgt und nun sind die oberen Zentimeter von Luft durchsetzt. Dreck. So sollte das nicht sein. Das muss wieder runter. Argh. Nun, das waren Übungslöcher sozusagen. Wir haben ja noch ein paar übrig, an denen wir besser werden können.

Es blüht hier überall. Ich weiß, davon steht nichts im Text, aber die Bilder sind einfach schöner als die von der Arbeit 🙂

Relaxen von der Arbeit

Kategorien:Portugal, Umbau

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