Der große Tag, wir sind rausgekrant und auf dem Trockenen

Heute ist es soweit. Um neun Uhr morgens haben wir den Termin.

Die letzten Tage waren wir fleißig und haben aufgeräumt. Am Samstag ruft Peter uns an, ein Freund von ihm hat einen Außenborder der zur Abwechslung nicht tut. Dabei sehen wir, dass unser Lieblingsplatz an Land plötzlich und gegen unseren Informationen frei geworden ist. Da freuen wir uns wie jeck und hoffen, dass wir den Platz am Dienstag haben können. Aber zuerst den Außenborder. Eric ist Franzose und spricht so gut wie kein Englisch, da kann ich meine veralteten Französischkenntnisse auspacken und übersetzen, was Alex so fragt. Zwanzig Minuten später ist der Außenborder wieder voll funktionsfähig und Eric glücklich. Dafür werden wir am Sonntag zum Mittagessen eingeladen. Peter, Ruth, die Franzosen, Julian sowie seine Frau und Schwester und wir fahren nach Alvor und haben einen herrlichen Mittag. Den Montag nutzen wir dann um das Boot vorzubereiten, wir holen den Außenborder hoch und putzen das Dinghi. Da wir den schönen Platz haben wollen, würden wir gerne mit dem Heck zum Fluss stehen und müssen dafür vorwärts in den Kran. Dafür muss das Vorstag weg.

Heute dann haben wir uns den Wecker um sechs Uhr gestellt. Zuerst einen Kaffee und dann geht es los, zu Ende aufräumen, die Solarpanels abbauen, Vorstag weg, Maschine an, Anker auf und los gehts. Ich bin super aufgeregt, obwohl die Bedingungen hervorragend sind. Sonne, kein Wind, und keine Strömung. Als wir in den Kran reinfahren, stehen Peter, Ruth und Hans schon da. Wir über geben das Dinghi, dass wir an der langen Leine hintergezogen haben und alles klappt wie am Schnürchen. Als die beiden Kollegen unser bewachsenes Unterwasserschiff sehen, gucken sie nicht schlecht und wir werden auf den Extraplatz zum sauber machen gefahren. Der gute Mann mit dem Hochdruckreiniger arbeitet fast eine Stunde um den ganzen Schmodder vom Rumpf zu kriegen. Danach kommen wir tatsächlich auf den Platz, den wir uns den wir uns ausgeguckt haben und wir sind total happy. Dabei sehen wir, dass das Unterwasserschiff mehr Arbeit brauchen wird, als wir uns vorher gedacht haben. Mittags gehen wir alle zusammen zu Claudio und essen gemeinsam den schon obligatorischen Cheeseburger. Wieder zurück am Boot zählt Alex mal die Löcher im Schiff und kommt auf ganze 23 Seeventile. Das sind schon ziemlich viele. Einige davon sind auch gar nicht mehr in Benutzung, also tot. Unsere Liste der Dinge, die wir machen wollen, wird immer länger. Das Bugstrahlruder ist ziemlich zugewachsen mit Muscheln, nach dem kärchern ist das wieder sauber. Allerdings sehen wir dann, dass anstelle von zwei Propellern nur noch einer vorhanden ist. Alles klar, da muss ein neuer hin. Als Alex aber hoch krabbelt und mal ins Boot guckt, stellt er fest, dass der gute Mann, der mit dem Hochdruckreiniger gearbeitet hat, etwas zu motiviert in den Bordurchlass am hinteren Bad gehalten hat, da der gesammelte Dreck aus der Leitung nach oben kam und sich über das ganze Bad verteilt hat, sogar an der Decke hängt der Dreck. Macht aber nichts, das ist zügig geputzt und wir sind super zufrieden mit dem Tag und unserem „schönen“ Platz mit Aussicht aufs Wasser.

Auf unserem schönen Platz mit guter Aussicht

Einmal sauber machen, bitte. Der arme Kerl war eine dreiviertel Stunde beschäftigt und war danach über und über voll mit Muscheln

Noch ein paar Muscheln am Bugstrahlruder

So sieht das Bad aus…

Kategorien:Portugal, Umbau

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