Der Lack ist ab!

Nachdem ich Montag und Dienstag eine Schleifpause machen muss, ist Alex super fleißig am Boot. Wir haben nun ein Angebot von Bluewater zum Sandstrahlen der Hülle. Die ganzen Blasen müssen geöffnet werden. Neil kommt Mittwoch vorbei und sagt, dass er schon am Donnerstag strahlen könnte und ob wir bis dahin fertig werden? Etwas ungläubig gucken wir uns an. Das ist noch ganz schön viel, aber wir spucken in die Hände, wechseln uns ab und hauen rein bis zum Sonnenuntergang. Dann haben wir es tatsächlich geschafft. Der Lack, beziehungsweise das Antifouling und Zentimeter dicker Spachtel, ist ab. Total groggy, aber zufrieden mit uns und der Welt fallen wir ins Bett. Ich falle fast sofort ins Koma, während Alex noch recht fit ist.

Donnerstag morgen kommen die Jungs und hausen das Boot ein. Wir wandern für den Tag aus, da der anstehende Krach unerträglich ist. Wir warten bis der riesen Kompressor angeworfen wird. Kaum drücken sie den Startknopf, bricht ein wahrer Höllenlärm los und wir flüchten.

Peter und Ruth nehmen uns freundlich auf. Wir essen lecker Scampis zusammen, dann wollen wir mal gucken gehen, wie es an unserem Boot aussieht. Es ziehen schwarze Wolken auf und einige starke Böen ziehen durch. Kaum setzen wir einen Fuß vor Peters Boot, schüttet es plötzlich aus Kübeln. Fünf Minuten später ist der Platzregen schon wieder vorbei. Wir kommen gerade dann bei unserem Boot an. Dort wird gerade abgebaut. Als wir dann genau hingucken, sind wir nicht sonderlich begeistert. Viele Blasen sind noch geschlossen, unter den Haltern des Bootes ist gar nichts passiert und auch an mach anderen Stellen ist noch ganz schön viel Restbestand. Neil musste die Arbeit abbrechen, da der Wind unter die Plane kam und diese fast wegwehte. Dafür sagt er recht zügig, dass morgen weiter gemacht wird. Wir sind also gespannt.

Den Rest des Tages wollen wir nutzen, um Peter einen Gefallen zu tun und die Lämpchen am Tacho seines Golf zu ersetzen. Sobald einer von uns beiden sagt: „Das dauert ja nicht lang“, können wir uns eigentlich vom Rest des Tages verabschieden. Wir schieben los, zum Autofuzzi unseres Vertrauens und Alex baut die Lämpchen aus. Dafür wird das halbe Armaturenbrett zerlegt. Wir mit den Mini-Leuchten in den Laden, aber nix da, hat er nicht. Wir ziehen weiter zum Renault Fuzzi, die haben im Clio die gleichen Lampen. Naja, sieht der Renault Lagermensch anders. Erst ignoriert er uns geschlagene 10 Minuten komplett, während er ins Telefon schreit. Dann teilt er uns mit, dass er die Lämpchen nun mal nicht hat. Wir sollen doch mal beim Continente, am vierten Kreisverkehr rechts und dann ums Eck fahren. Oder beim Chinaladen gucken. Der ist ja gleich ums Eck und wir gehen hin. Aber auch da, Fehlanzeige. Wir folgen also der Wegbeschreibung, finden aber nur ein Golfresort und eine Schule. Kein VW weit und breit. Auf gut Glück gehen wir bei einem anderen Laden vorbei, der verdächtig nach ATU aussieht. Der Mensch dort schüttelt auch den Kopf und schlägt den Chinaladen vor. Da waren wir ja schon. Dann beschreibt er uns den Weg zu einem kleinen Elektroladen, ziemlich nah an dem Ort, wo wir zuerst waren.

Als wir den Schuppen finden, ist der eher winzig und wir gehen mit wenig Hoffnung hinein. Zwei Stunden kurven wir für die Lämpchen schon durch die Gegend und sind ziemlich entnervt. Aber der kleine Laden ist unser Glück, der hat die ollen Lampen. Schnell sind sie eingebaut und ab nach Hause. Morgen geht das Chaos weiter.

In einer hau-ruck Aktion haben wir den Rumpf frei gelegt

Kategorien:Portugal, Umbau

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