Dinghi Probefahrt, die zweite

Die letzten Wochen hat Alex immer wieder an unserem neuen Außenborder geschraubt und alle Dichtungen ersetzt. Jetzt ist es soweit. Nach ein paar Probeläufen hier im Eimer soll er nun zeigen, was er kann. Wir hängen ihn ans Dinghi und machen eine Probefahrt.

Bärbel und Karl-Heinz gucken uns zu, während wir ins Dingi klettern und die Maschine anwerfen. Fritz und Bow kommen derweil mit ihrem eigenen Dinghi hinterher. Alles lässt sich soweit auch ganz gut an.

Der Motor läuft und mal abgesehen von einem spontanen Aussetzer tut er seinen Dienst. Wir kommen ins gleiten und freuen uns gewaltig. Ganz perfekt ist er aber noch nicht. Etwas Wasser findet doch noch seinen Weg aus dem Gehäuse. Wir genießen es aber zutiefst, wieder auf dem Wasser zu sein und machen eine große Runde.

Ich darf auch mal steuern und da Niedrigwasser ist, sagt Alex noch „Und denk an die Sandbank“. Klar, hab ich schon dran gedacht, er soll mal ganz ruhig bleiben, ich habe alles unter Kontrolle. Und weiter geht die wilde Fahrt. Wir bestaunen ein paar Bierflaschen auf einem der Poller der Brücke (wie sind die da hin gekommen?) und wollen eine verlassene Marina weiter flussaufwärts erkunden.

Während ich darauf zuhalte, denke ich noch „Hm, das Wasser hat aber eine komische Farbe“ und plötzlich bremst es gewaltig. Ich habe den Propeller schön im Matsch versenkt. Grade töne ich noch lautstark, dass ich alles unter Kontrolle hätte. Super.

Aber alles halb so wild. Wir paddeln aus der Untiefenzone und der Motor läuft problemlos wieder an. Glück gehabt.

Am Abend haben wir uns mit den beiden Amerikanern Al und Noah verabredet. Wir wollen nach Alvor, Chicken Piri Piri essen und feiern, dass die beiden nun ihre Schiffspapiere endlich bekommen haben. Als wir dort ankommen ist der Laden aber geschlossen. Was nun? Wir gehen in einen der Irish Pubs, um erstmal bei einem Bier zu entscheiden, was wir nun essen wollen.

Wir sind die einzigen Gäste und die Barkeeperin freut sich sichtlich, etwas zu tun zu bekommen. Sie ist super nett und wir kommen schnell ins Gespräch. Beim zweiten Bier kommt der Inder von nebenan rein und wir kommen auf die glorreiche Idee, indisch zu essen. Aber wir wollen aus dem Irish Pub nicht wirklich weg.

Nun, wir sind in Portugal, da ist sowas nun wirklich kein Problem. Der Inder deckt mit seinem Geschirr an der Bar des Irish Pubs und bringt uns unser Essen auch rüber. Das ich etwas gebratenen Reis auf der Theke verteile interessiert auch gar keinen. So haben also zwei Deutsche und zwei Amerikaner indisches Essen in einem Irish Pub in Portugal. Lebe lieber ungewöhnlich, oder wie war das? Im übrigen das beste indische Essen, dass ich seit sehr langer Zeit gegessen habe.

Der Abend wird noch feucht fröhlich, wir haben riesen Spaß mit Sandra unserer Barkeeperin.

Indisches essen im Irish Pub mit Al und Noah.

Kategorien:Umbau

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