Dinghy und Außenborder

Nun, dieses Mal die Moral von der Geschichte vorweg: Es kommt halt doch immer anders, als man denkt. Mal was Neues, haha. Durch das „neue“ Boot haben wir leider keinen festen Seezaun mehr, sondern eine normale Reling und die hält unser Portabote leider nicht aus. Somit können wir unser geliebtes Beiboot nur noch mit viel Mühen und Ächzen und drei mal ins Wasser fallen auf der Badeplattform zusammen bauen und das ist keine Alternative. Eine Lösung muss her.

Wir suchen also schon eine Weile ein neues (gebrauchtes) Dinghy. Es muss aufs Vorschiff passen, zwischen Vorstag und Babystag, am besten Alu-Doppelboden und kosten sollte es bitte so wenig wie möglich. Sonst noch was? Lange haben wir gesucht und jeden gefragt, aber nichts ordentliches gefunden.

Dann bekommen wir von Vasil eine Nachricht mit zwei Bildern und der Frage ob wir das Dinghy für einen echt guten Preis haben wollen. Es erfüllt alle unsere Vorstellungen. Klar, wollen wir. Am nächsten Tag laufen wir vor und begutachten unsere neue Errungenschaft. Wir sind sehr zufrieden mit dem Kauf. Direkt wird eine Probefahrt gemacht. Dabei stellen wir fest, dass nun unser geliebter Yamaha Außenborder etwas zu unterdimensioniert ist um uns ins Gleiten zu bringen.

Also, wieder suchen. Schnell ist das Wunschobjekt gefunden. Wieder ein Yamaha soll es sein, aber mit mehr PS. Alex sucht im Internet, wo kann man den am günstigsten bekommen und wie sollen wir ihn dann herbekommen? Alles nicht so einfach.

Dann finden wir online ein Angebot für ein Dinghy mit genau dem Außenborder, den wir haben wollen. Direkt vor der Türe. Bei Bluewater steht er rum. Am kommenden Tag wandere ich also vor, denn da arbeiten nur Männer und große Frauenaugen haben noch immer geholfen, den Preis zu drücken…

Aber zuerst muss der Mensch gefunden werden, dem das gute Stück gehört. Nach zwei Tagen finde ich dann Dave, der gerade dabei ist, seinen Arbeitskollegen in den Mast eines anderen Segelboots zu hieven als ich ihn frage, ob ich nur den Außenborder erwerben könne. Die Verwirrungstaktik scheint zu funktionieren, denn zwei Stunden später steht genau das Wunschobjekt bei uns vor der Tür.

Das es so schnell klappt und ohne Probleme, das ist ungewöhnlich bis dubios. Aber wir freuen uns. Das sollte wohl so sein. Die erste Probefahrt wird auch bald gemacht. Kaum sind wir auf dem Wasser, braucht der Motor ein wenig bis er anspringt. Okay, die Aussage war, er hätte schon länger rumgestanden. Fair. Als er dann läuft fehlt gefühlt die Hälfte der Kraft. Da war der 6 PS-ler ja stärker als die 10 PS die jetzt dran hängen. Da stimmt doch was nicht.

Also, wieder zurück an Land und gucken. Der Übeltäter ist bald ausgemacht. Ein ordentlicher Riss im Motorblock. Schöner Mist. Da müssen wir nochmal mit Kollege Dave sprechen. Das tun wir am nächsten Tag auch und nach einigem an hin und her gibt er uns die Hälfte unseres Geldes zurück und wir behalten die Maschine. Die Alex nun versucht zu reparieren. Es werden also fleißig Ersatzteile bestellt, während Alex die Maschine vom Salz befreit. Warum sollte es auch einmal einfach laufen?

Der Außenbordmotor wird zerlegt

Kategorien:Umbau

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