Ein spannender Jahresabschluss

Nach den Weihnachtsfeiertagen war es das mit ruhig und besinnlich. Die Arbeit ruft. Wir haben bald Halbzeit, was die Zeit auf dem Trockenen angeht und wir mussten die Liste der Dinge, die wir erledigen wollen, schon radikal kürzen. Nicht, weil wir so viel geschafft hätten, sondern weil wir einfach nicht alles schaffen, was auf der Liste steht. Die wichtigen Sachen, die man nicht mehr machen kann, wenn das Boot wieder ins Wasser kommt, die sind zuerst dran.

So fängt Alex wieder an zu schleifen. Epoxy Arbeit steht noch an. Der Kiel muss weiter geschliffen und bearbeitet werden, während das Unterwasserschiff vor sich hin trocknet.

Am Freitag Nachmittag kommen Fritz und Bow hier in Portimao an. So machen wir etwas früher Feierabend und fahren zu ihnen in die Marina. Ein freudiges Wiedersehen nach fast drei Jahren Email und Whatsapp Kontakt. Die beiden haben einen sehr unbequemen Weg hinter sich und sind froh, hier zu sein.

Am Sonntag sind wir verabredet mit ihnen segeln zu gehen. Drei Monate auf dem Trockenen und wir beide sind super motiviert, mal wieder raus zu kommen. Erst ist es etwas hektisch, da wir unsere Segelklamotten nicht mehr wieder finden. Zu gut ins letzte Eck verräumt. Aber auf den letzten Drücker tauchen sie doch noch auf. Gut ist das, denn weht gewaltig aus Gibraltar raus, mit angekündigten 5 Bft. Als wir raus fahren schaukelt es auch ganz schön. Ich bin das nun so gar nicht mehr gewöhnt und die zwei Meter Welle kurz nach der Einfahrt schlagen mir auch gleich auf den Magen. Das wird leider nicht besser. Desto weiter wir raus fahren, desto höher werden die Wellen und desto schlechter geht es mir. Alex ist top fit und super happy. Anderthalb Stunden fahren wir raus und es scheppert gewaltig im Gebälk, wahlweise im Schiff und in meinem Magen. Ich werde dankbarer Weise von Bow mit Reisekrankheitstabletten versorgt, die mich auch davor bewahren, die Fische füttern zu müssen. Als wir umdrehen, wird die Wellenbewegung besser und die Tablette zeigt langsam Wirkung. Kaum fahren wir ins Ankerfeld, ist das Geschaukel weg und mir geht es schlagartig besser. Hunger hab ich jetzt und die Nudeln die Bow kocht tun richtig gut. Wir sitzen und quatschen noch eine Weile und fahren gegen fünf wieder in den Hafen. Dort treffen wir noch zwei andere Segler, die auch in Poppenweiler standen, allerdings erst, nachdem wir schon weg waren. Erschöpft fallen wir ins Bett, aber zufrieden mit der Welt. Unser Vorsatz für das neue Jahr ist, uns wieder mit vollem Einsatz dem Boot zu widmen, damit es auch für uns bald wieder heißt: Leinen los.

Unser Jahr war bestimmt von vielen Höhen und Tiefen, Wellen, den Weg durch das Mittelmeer von Athen nach Portimao, guten Freuden und Sonnenschein. Es war ein spannendes Jahr und wir sind neugierig, was das kommende Jahr uns bringen möge. Wir wünschen Euch einen guten Rutsch ins neue Jahr und ein gesegnetes neues Jahr 2019.

Kategorien:Portugal, Umbau

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