Endlich, endlich

Man mag es kaum glauben, denn wir glauben es ja selbst kaum. Aber wir haben es tatsächlich geschafft. Sie schwimmt wieder. Heute morgen war es soweit. Aus den geplanten 7 Tagen Aufenthalt auf dem Trockendock sind fast zwei Monate geworden, aber was solls. 

Die gesamte letzte Woche haben wir damit verbracht, uns einen eigenen Adapter für die Pacific zu bauen. Holz, Unmengen Epoxy, Schrauben und etwas Edelstahl später haben wir einen Adapter. Für wesentlich weniger Geld als Sergio für sein Edelstahlgerät haben wollte. Mal sehen, wie lange unser gutes Stück hält…. 

Das Trockendock hat keine Waschmaschine weit und breit und so habe ich die letzten Wochen unsere Wasche eben von Hand gewaschen. Schlauch, großer Eimer, Musik im Ohr und ungefähr zwei Stunden Arbeit jede Woche einmal und ab dafür. Vorgestern dann komm ich aus der Dusche und sehe ein kleines Kabuff neben dem Ausgang des Trockendocks, auf dem dick „lavar“ (waschen) steht. Offenbar hat die Marina erkannt, dass hier und da Leute auf den Booten leben, die ab und an auch mal Wäsche waschen wollen. Dazu haben sie eben eine Waschmaschine hingestellt. Klasse. Zwei Tage bevor wir dann doch wieder ins Wasser gehoben werden sollten. Schönen Dank auch. 

Aber was solls. Wir haben gestern den Adapter angehangen, Pacific angebracht und Termin für den Kran gemacht. Da wir unser Schicksal nicht herausfordern wollten, haben wir den Termin nicht an die große Glocke gehangen. Absprache war, dass der Kran um 11.30 Uhr uns hochheben sollte, dann wollen wir am Unterwasserschiff die restlichen Spots mit Antifouling streichen. Das muss etwa eine Stunde trocknen und ab ins Wasser. Wir stehen also früh auf und räumen den Rest auf, sortieren die Solarpanels unter Deck und schließen die Seewasserventile. Um 10 Uhr dann steht plötzlich der Kran vor uns. Hups. Das ist dann offiziell das erste Mal, dass Portugiesen zu früh sind. Aber kein Problem, wir sind dann eben schon um Mittag im Wasser. Alles ist dicht, nichts tropft, Motor läuft und so dampfen wir ab. Wir verlegen uns in eine kleine Marina nah an der Stadt, wo Dean seit heute auch liegt. Sein Ölkühler lässt er nun Ölkühler sein und fliegt erstmal Heim nach Kanada. Als wir dort anlegen, ist Dean schon da und hilft uns beim Anlegen. Wir melden uns beim Hafenmeister an und sind happy wieder zu schwimmen. Darauf nun erstmal ein Bier und dann planen wir unsere nächste Route. 

Kategorien:Portugal

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.