Endlich!

Gestern Abend waren wir noch kurz bei Dean zu Besuch, der will heute die Marina verlassen, vorausgesetzt, seine Hydraulik suppt nicht mehr. Wir einigen uns darauf, dass wir ihn morgen – also heute – nicht sehen wollen. Denn das hieße, irgendwas ist schief gelaufen. Und das wiederum würde bedeuten, er lässt seine Lucky Linda hier liegen und fliegt erstmal wieder zurück nach Kanada. 

Heute morgen ist es endlich soweit. Sergio kommt mit unserem Adapter ums Eck. Nach einigem schwitzen, hämmern und fluchen hängt das gute Ding! Mann, sind wir happy. Sofort bricht Geschäftigkeit aus. Pacific anbringen, Termin zum Kranen machen, aufräumen, Dinghi verstauen, Aries verpacken, noch kurz beim Baumarkt vorbei, neue Farbrollen kaufen und was weiß ich noch alles. Während wir also die Windsteueranlage anbringen, höre ich das prägnante Qietschen von Deans Fahrradbremse. Oh je, das kann nichts gutes heißen. Die Bilge war wohl trocken heute morgen, so hat er alles für die Abfahrt vorbereitet, Motor gestartet und irgendwann ein „pffff“ gehört. Das war der Ölkühler der Hydraulik, der gerade geplatzt ist. Und zwar so richtig geplatzt, wie explodiert. Sergio kann das gute Ding aber erst in maximal einer Woche ersetzen. Das dauert ihm zu lange und so sucht er einen guten sicheren Platz für sein Boot. Zwei Monate arbeiten am Boot und nun noch nicht mal aus der Marina raus kommen. Das schreit nach einem Bier. Wir unterbrechen also unsere Arbeit und bemitleiden ihn gebührend. Dafür bieten wir ihm an, zumindest ein paar Tage bei uns mitzusegeln. Dann wäre zumindest er aus der Marina rausgekommen, wenn auch nicht sein Boot. Das klingt wohl recht gut für ihn. Nun ja, wir werden sehen. 
Wir haben auf jeden Fall nun einen Termin am Freitag Mittag, dass unsere Faith endlich wieder ins Wasser kommt. Aus den ursprünglich geplanten 5 bis 10 Tagen Aufenthalt sind nun knapp 2 Monate geworden. Aber gut, kannste machen nix, wie man so schön sagt. 

Neue Heckansicht

Kategorien:Portugal

1 Antwort

  1. Hallo Ihr beiden,

    wollte mich mal wieder melden. Euer Nachbar in Poppenweiler. Bin gerade am Schwerter bauen für mein
    kleines Plattbodenschiff. Euch alles Gute und viel Glück, dass Ihr bald wieder eine handbreit Wasser unterm Kiel habt.

    Liebe Grüße Jörg

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