Familienbesuch

Die Woche mit der Familie ist super und viel zu schnell wieder vorbei. Morgens ist der Treffpunkt am Hotel, wo wir gemeinsam entscheiden, wo es den Tag über hingehen soll. Es gibt ja einige ganz wunderschöne Ecken hier. Das Wetter allerdings ist etwas launisch. Seit Jahren erzählen wir jedem der es hören will (oder auch nicht), wie toll das Wetter hier auch im Winter ist und ausgerechnet jetzt lässt sich die Sonne kaum blicken.

Das hält uns aber von gar nichts ab, denn warm ist es trotzdem und so kann man sich auch viel besser bewegen ohne ins Schwitzen zu geraten. Auch gut.

Die Kinder könnten natürlich den lieben langen Tag am Strand spielen. Nur unterbrochen von Heißhungerattacken. Während die Erwachsenen gemütlich am Strand spazieren gehen, die Klippen bewundern und Muscheln suchen, jagen die Kinder die Wellen oder lassen sich jagen. Mal gewinnen sie, mal die Wellen und so sind nach kurzer Zeit klatschnass und überglücklich.

Wir fahren hoch nach Monchique, wollen die Aussicht genießen, werden aber von den Wolken gejagt und die gewinnen das Spiel. So dass wir kaum die Hand vor Augen sehen. Aber was solls, spannend ist es allemal. Die Jungs klettern ein wenig auf den Felsen herum und die Mädels gehen Kunst angucken, da wo’s warm ist.

„Über den Wolken…“ oder so ähnlich.

Gerne wollen wir auch unser Lieblingslokal mit Chicken Piri Piri vorführen, aber die haben genau in der Woche Urlaub anberaumt. Jedenfalls ist geschlossen. Sehr traurig ziehen wir weiter, aber es gibt auch ganz viele tolle andere Lokale hier die wir ausgiebig testen.

Wir fahren nach Carvoeiro, laufen am Algar Seco herum und genießen bei jeder sich bietenden Gelegenheit ein Eis. Ja, das Leben könnte schlimmer sein.

Die Kinder halten tapfer das ganze Essen gehen aus. Es gibt ja auch genug Programm für sie, wo sie toben, klettern und spielen können.

Mal eben schnell ist mit 8 Personen mal so gar nichts, was wir schnell lernen. Denn aus dem „Ich will noch kurz Marmelade einkaufen“ wird eine einstündige Expedition in den Supermarkt. Aber wie immer, es hetzt uns ja keiner, Termine haben wir auch nicht und so haben alle ihren Spaß.

Der Rückflug geht wieder von Lissabon aus und startet morgens um fünf. Das bedeutet um drei Uhr am Flughafen sein, das bedeutet um halb Zwölf nachts losfahren. Yay. Und zurück müssen wir das Auto ja auch noch fahren. Die Fahrt zum Flughafen über die Autobahn ist wie immer entspannt und wir kommen pünktlich an. Wir verabschieden uns herzlich, trinken noch einen Kaffee und dann treten wir den Heimweg an.

Alex Navi ist wunderbar, es führt einen sicher dahin wo man hin will, nur kann man so viel einstellen, dass man manchmal sehr abenteuerliche Routen nimmt um da anzukommen, wo man hin will.

Wir beschließen nicht die Autobahn zurück zu nehmen, sondern die „normale“ Strecke über die IC 1 zu nehmen. Soweit der Plan. Nachdem wir Lissabon hinter uns gelassen haben, sind wir auf der IC 1. Super. Dann irgendwann sagt das Navi abbiegen und ich biege ab. Was nun folgt ist die wohl „romantische Route“, denn wir fahren in engen Kurven durch dichte Wälder und noch dichteren Nebel. Schneller als 30 ist streckenweise echt nicht drin. So wird das noch eine Weile dauern, bis wir ankommen und langsam werden wir doch müde.

Ich bin überzeugt, dass die Strecke bei Tageslicht wunderschön ist. Bei Nacht und Nebel allerdings ist sie eher ätzend. Aber zurück wollen wir auch nicht. Und wir nähern uns ja unserem Ziel. Als wir dann morgens ankommen sind wir schon wieder wach. Mehr oder weniger. Noch einen Kaffee und ein Pastel de Nata. Dann noch kurz zum Baumarkt und irgendwann das Auto zurück geben. Klappt alles wunderbar. Dann legen wir uns doch für ein paar Stunden hin und ich versinke alsbald in einen komatösen Schlaf.

Schön war’s.

Kategorien:Umbau

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