Feuer und Wasser

Der angekündigte Sturm kommt. Wie vorhergesagt, kommt auch ordentlich Regen. Am Montag Nachmittag fängt es an zu winden und leicht zu regnen. Der Dienstag allerdings soll ja den Weltuntergang mit sich bringen.

Der kommt aber nicht. Es regnet zwar den ganzen Tag, was für die hiesigen Verhältnisse eine rare Ausnahme darstellt. Auch windet es mit bis zu 25 Knoten am Vormittag, aber da hatten wir schon stärkeren Wind erlebt. Für den Nachmittag ist ja der Höhepunkt angekündigt. Von unserem Platz aus haben wir einen ganz guten Blick auf das Ankerfeld und dort sehen wir zwischendrin schon ein wenig Aufregung und Bewegung. Offenbar muss mindestens ein Boot umankern.

Gegen Mittag fegen auch einige starke Böen rein, aber danach fängt es schon an, ruhiger zu werden. Wir verbringen einen ruhigen Nachmittag und fahren abends als es aufhört zu regnen zu dem Leuchtturm und haben Glück. Wir erwischen die einzigen paar Sonnenstrahlen des Tages, als die Sonne untergeht.

Der Wellengang ist durchaus beeindruckend, aber auch noch weit entfernt von den 3 bis 4 Metern, die angesagt waren. Gut für uns und gut für alle anderen.

Sonnenuntergang
Der Leuchtturm im letzten Licht des Tages

Am nächsten Tag ist einfach alles leicht feucht und klamm, nicht nur draußen. Obwohl der Regen nun aufgehört hat, ist es einfach ungemütlich. So beschließen wir, das erste Mal den Ofen anzuwerfen. Wir sind sehr neugierig und sind aufgeregt. All die vielen Stunden Arbeit und Überlegungen, ob alles klappen wird?

Als erstes muss aber die Decksdurchführung neu eingedichtet werden. Wir haben am Morgen nämlich eine schöne große Pfütze unter der Durchführung gefunden. Da hat es irgendwo rein geschifft und zwar nicht schlecht. Das braucht noch mal ein paar Nerven, denn die schwierige Kommunikation zwischen unten (ich, die die Mutter gegenhalten soll) und oben (Alex, der die Schrauben raus drehen will) bedingt, dass zwei Schrauben hops gehen, eine Unterlegscheibe nicht mehr aufzufinden ist und die Laune kurz aber rapide sinkt.

Kurze Zeit später aber ist die Durchführung neu eingedichtet und der Ofen wird das erste Mal angezündet. Alex prüft immer wieder die Temperaturen am Ofen und an den Materialien drum herum. Aber es ist alles gut. Ruck zuck wird es in unserem kleinen Salon mockelig warm. Ich finde es super. Alex schwitzt schon. Die Feuchtigkeit ist auch bald weg und wir sind sehr glücklich mit dem neuen Ofen. Der wird das neue Lieblingsobjekt hier an Bord. Vor allem jetzt im kommenden Winter.

Das erste Anbrennen läuft
Und es wird ordentlich warm

Kategorien:Umbau

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