Frohe Ostern

Im letzten Beitrag habe ich den Saharastaub erwähnt, der uns erwischt hat. Als ich die Solarpanele sauber hatte, dachte ich mir: „Na gut, dann noch die Fenster.“ Als ich die Fenster hatte, habe ich gesehen, was für orange Fußabdrücke ich im Cockpit hinterlasse und habe kapituliert. Eimer geschnappt und Deck angefangen zu schrubben. Meine Güte kam da eine orange Soße runter.

Alex findet auch etwas Motivation und legt sich alle Teile für den Tagestank zurecht. Macht den Motorraum auf und will beginnen. Dann kommt Micha von der Malu vorbei, wir laden ihn auf einen Kaffee ein und im Prinzip ist der Tag gelaufen. Wir unterhalten uns ganz wunderbar, sehen einer riesigen orangenen Wolke zu, die über uns hinweg zieht und bewundern die Böen, die über uns hinweg fegen. Nach dem Mittagessen setzen wir uns ins Dinghi und brettern vor zum Wellenbrecher. Wo die Wellen gewaltig anbranden und sich brechen.

Die brechenden Wellen vom Wellenbrecher aus
Und vom Dinghi aus
Den hübschen Blumen ist es egal

Wir laufen ein wenig auf dem Wellenbrecher entlang, entgehen aber zwei Mal nur knapp einer sich brechenden Welle und flüchten uns wieder in Sicherheit. Unser Kumpel Robert liegt aufgrund des starken Winds in der Marina, den fahren wir noch schnell besuchen und vereinbaren ein gemeinsames Essen für Ostersonntag. Der Wind hat schon wieder etwas abgenommen und sein Windmesser zeigt konstant zwischen 15 und 25 Knoten Wind an. Er meinte, die stärkste Böe hatte mittags 42 Knoten.

Wir fahren wieder Heim als es schon dunkel ist. Jetzt brauche ich das Deck auch nicht mehr fertig putzen und Alex räumt auch die Sachen für den Tagestank wieder weg.

Die Nacht wird, nun nennen wir es unruhig. Um drei Uhr werde ich wach vom Wind, der noch wütender am Boot zieht. Der Windgenerator geht entweder in Überlast oder die Batterien sind voll. Jedenfalls hören wir die kommende Stunde nur noch den Wind, die Wellen die wieder gegen den Rumpf schlagen und an Schlaf ist nicht zu denken. Wir sind sicher, der Anker hält und auch der der Boote um uns herum. Vor uns liegt es nur Strand. Wir können doch noch mal ein paar Stunden schlafen, bevor der Wind uns wieder weckt.

Der ganze Tag ist derartig windig, dass wir keinen Fuß vor die Tür setzen. Der Wind hat es tatsächlich geschafft, noch eine Schippe drauf zu legen zu dem vorherigen Tag.

Gestresst sind wir deshalb aber noch nicht, wir bestaunen nur die Kraft der Windes. Gegen Abend nimmt der Wind dann doch wieder ab und wir fühlen uns bei 25 Knoten Wind als würde Flaute herrschen. Die Nacht schlafen wir wie die Steine.

Ostersonntag dann liegt auch Robert wieder vor Anker und wir treffen uns mittags mit ihm und Micha. Wir kochen gemeinsam selbstgemachte Klöße, selbstgemachten Rotkohl und selbstgemachte Steinpilzsauce aus selbst gesammelten und getrockenten Pilzen. Den Kuchen habe ich am Abend vorher schon gebacken. Wir verbringen den ganzen Tag dort, futtern und genießen im Cockpit die Sonne und die wunderbare Aussicht.

Wir hoffen, ihr hattet auch ein schönes und sonniges Osterfest.

Der Ostermeerhase wünscht frohe Ostern
Ostern mit Aussicht

Kategorien:Umbau

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