Frühjahrsputz

Nun, unser Kumpel Markus hat sich angekündigt, uns zu besuchen. Hier sieht es aber aus wie nach nem Bombeneinschlag. Die Besucherkoje ist voll mit Zeug, das wir zum arbeiten brauchen wie Werkzeug, Schlauchschellen, Epoxy, Antifouling, Malerbedarf wie Pinsel und Rollen, unsere Arbeitsklamotten fliegen rum und überhaupt sieht es nicht sehr einladend aus. Das muss geändert werden, möglichst bevor Markus hier aufschlägt.

Am Sonntag also ist Aufräumtag. Nachdem ich die Bugkabine doch noch fertig bekommen habe mit der Deckenverkleidung und es meiner Meinung nach sogar recht gut aussieht, kann Alex nun das Räumen beginnen. Und das tut er mit voller Kraft. Ab und an fliegt irgendwas nach vorne in den Salon, was weg soll, sonst gibt es Haufenbildung. Nach unten weg, unter’s Boot, woanders hin und die Kategorie „mal gucken“ werden eingerichtet. Ich räume zwischendurch mal den Kram nach unten und weg in den Müll. Ansonsten gilt die Devise: nicht in die Quere kommen. Ich kruschtel derweil in der Achterkabine und räume in der Küche. Dann packt mich der Putzfimmel. Selten genug, dass er mich überfällt, da muss ich es nutzen. Jetzt heißt für Alex: nicht im Weg rumstehen und er flüchtet in die Achterkabine. Ich putze was das Zeug hält, Sitzkissen werden abgeschrubbt, der Fußboden gewischt und überhaupt mal alles entstaubt. Nach drei Stunden bin ich erschöpft, aber zufrieden mit meinem Machwerk. So kann man das auch anderen Menschen zeigen.

Montag regnet es, na toll. Da kommt Markus extra aus Deutschland her und wir haben schönes Wetter angekündigt. Jetzt Regen, Wind und bräh. Ein Tag zum im Bett bleiben. Ist eh besser so, denn dann machen wir nichts wieder unordentlich und dreckig. Abends kommt Markus recht müde an. Ein bisschen Plauschen und er fällt ins Bett.

Sein erster Urlaubstag beginnt weiterhin mit Regen. Stört ihn aber nicht, denn so können wir es ganz entspannt angehen lassen, ohne schlechtes Gewissen, dass wir nicht produktiv sind. Im vorhinein wussten wir ja, dass er mit dem Auto kommen will und so haben wir die Gelegenheit genutzt, einiges zu ihm zu bestellen, dass wir hier nicht bekommen oder nicht geliefert wird. Es ist wie Weihnachten für uns. Mehr oder weniger. Neue Batterien für das Boot, Elektrikspielzeug für Alex und eine Kiste vom dm für mich. Sowie allerlei anderer Kram. Unter anderem eine kleine Campingwaschmaschine. Endlich haben wir uns doch entschlossen, uns eine zu besorgen. Ich bin so neugierig, dass wir waschen, obwohl es draußen schüttet. Da wird das Wäsche aufhängen wenig Sinn machen. Egal, wir sind neugierig. Wäsche rein, heißes Wasser rein, Waschmittel rein und los gehts. Zuerst sind wir durchaus skeptisch, aber es klappt einfach super. Nur die Schleuderfunktion hätten sie auch gleich weglassen können, das bringt auswringen von Hand mehr. Kaum hab ich die Wäsche aufgehangen, fängt es an zu regnen. Naja, war abzusehen. Mittags gehen wir zusammen mit Fritz und Bow ins Girassol. Markus staunt nicht schlecht, als er für sein ganzes Menü (leckerer Schwertfisch riesen Portion, Suppe, Nachtisch, Brot, Kaffee und ein Getränk) nur 14€ zahlen soll. Den Rest des Tages verbummeln wir, ist voll okay.

Abendrot über Portimao nach einem regnerischen Tag

Kategorien:Portugal, Umbau

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