Frühshoppen am ersten Advent

Wir hoffen, ihr hattet alle einen schönen ersten Advent. Wir haben beschlossen, jeden Advent einzuladen, weil wir es können und Sonntag ja eh unser Ruhetag ist, wie in dem Artikel Sonntag ist Ruhetag nachlesen könnt. Nachdem der Weihnachtsmarkt Besuch ohne Glühwein abgelaufen ist, was uns schwer unglücklich gemacht hat, dachten wir uns, dass wir das eben nachholen. Dann machen wir es eben selbst. So, da hast‘ es!

Einladung steht für elf Uhr und ich hab den Mund ziemlich voll genommen und selbstgemachte Brezeln versprochen. Die dauern aber und so fange ich nach dem ersten Schluck Kaffee um acht Uhr an, den Teig anzusetzen. Sieben Leute werden wir sein und so backe ich mal eben 18 Brezeln. Alex und Ursula putzen derweil das Schiff und räumen auf, denn wir leben ja auf einer Baustelle und so sieht es auch immer aus. Gäste zu haben ist für uns der beste Grund aufzuräumen. Punkt elf stehen Peter und Ruth auf der Matte und haben noch Brötchen und Aufschnitt dabei. Ein paar Minuten später kommen Inge und Thommy und los geht’s. Bei strahlendem Sonnenschein und zwanzig Grad draußen, futtern wir Brezeln und trinken Glühwein (der Gute vom Aldi). Nach zwei Stunden schwatzen, futtern und trinken sehen wir ein, dass es wirklich ein Ruhetag wird, denn nach zwei Glühwein im Kopf sehe ich nicht, dass ich noch irgendwas arbeiten werden. Ursula und Alex geht es ähnlich und so hängen wir im Cockpit rum, genießen die Aussicht, quatschen und lassen den lieben Gott einen guten Mann sein.

Montag dann geht es aber wieder frisch ans Werk. Alex beginnt wieder am Überwasserschiff zu schleifen, während Ursula und ich mitsamt Floh verschiedene Dinge besorgen gehen. Dazu haben wir den Tipp von Inge bekommen, dass es hier wilden Pfeffer zu ernten gibt. Da wir beide ziemlich viel Pfeffer benutzen gehen wir auf die Suche. Schnell ist der Baum gefunden und das kleine Tütchen voll. Dazu muss ich noch auf den Stormkasten klettern, der so vorsorglich hingebaut wurde. Praktisch. Als wir zurück kommen, fängt die Sortiererei an. Die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen, oder wie war das? Über eine Stunde sitze ich da und sortiere. Eine Arbeit, die einen an dem inneren Zen arbeiten lässt. Herrlich stupide…. Nachdem ich endlich fertig und ziemlich stolz auf mich bin, kommt Alex und kommentiert, dass es wohl wirtschaftlicher sei, den Pfeffer zu kaufen. Das kann ich ja nicht auf mir sitzen lassen und sofort google ich den Preis. Bei knappen 150 g Pfeffer habe ich nun einen Gegenwert von 12 Euro da liegen. Kein sonderlich guter Stundenlohn, aber was soll’s. Ich bin zufrieden mit meinem Werk.

Als ich das fertig habe, kann ich mich auch schon wieder umziehen, denn wir haben uns verabredet zum Chicken Piri-Piri essen. Inge hat am Dienstag Geburtstag und das muss gefeiert werden. Das tun wir auch fröhlich und verbringen einen schönen Abend gemeinsam.

Den nächsten Tag schleift Alex weiter, während wir beiden Ursula’s zum Baumarkt wollen. Ich will vor der Abfahrt nur kurz nochmal auf’s Klo und nach Paketen gucken. Dabei laufen mir, wie sollte es anders sein, alle möglichen Leute in die Arme, die ich schon lange nicht mehr gesehen habe und so wird aus fünf Minuten schnell eine halbe Stunde. Kurz bei Inge und Tommy vorbei, wo aus mal eben kurz was abholen auch ratz fatz eine Stunde rum ist. Im Baumarkt brauchen wir dann auch länger und ich kriege ich Hunger. Hunger, Pipi, kalt und meine Laune sinkt rapide. Dem kann glücklicher Weise schnell Abhilfe geschaffen werden. Bei Sonnenuntergang sind wir dann endlich zurück am Boot, machen noch Abendessen und gehen auch bald ins Bett. Inge und Tommy fahren leider wieder nach Berlin bis nach Weihnachten und wir werden sie beide vermissen, wünschen Ihnen aber eine super Zeit während wir uns darauf freuen, sie bald wieder zu sehen.

Ferragudo Weihnachtsmarkt

Ursula und Ursula mit Floh

sv assai, früshoppen, advent

Frühshoppen am ersten Advent

Kategorien:Portugal, Umbau

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.