Heimaturlaub

Nachdem wir von den Pintails wieder zurück gekommen sind, hatten wir nur ein paar Tage bevor wir direkt wieder unsere Sachen gepackt haben. Dieses mal geht es ab nach Deutschland. So haben wir unsere dicken Pullis ausgegraben, in der Hoffnung, dass wir noch nicht völlig verweichlicht sind. Bei 20 Grad und Sonnenschein fällt es mir zugegeben schwer, dicke Pullis einzupacken. Auch will noch nicht so recht Weihnachtsstimmung aufkommen, auch wenn das Boot der Franzosen gegenüber echt hübsch geschmückt ist. Eine Lichterkette ist vom Bug bis zum Masttop und wieder zum Heck gespannt. 

So steigen wir am 20.12 abends in den Flieger und sind schon drei Stunden später in Frankfurt, hier herrschen plötzlich minus 2 Grad. Brrr! Umdrehen! Ist mein erster Gedanke. Aber das tun wir natürlich nicht. Wir werden von Alex Bruder und Vater abgeholt, wir freuen uns riesig in den nächsten Tagen Freunde und Familie wieder zu sehen.  Wir nutzen die Gelegenheit und besuchen den Weihnachtsmarkt in Esslingen. Den mögen wir beide am liebsten. Es gibt Glühwein, den wir Frostbeulen auch dringend brauchen. Trotz der Sonne frieren wir doch sehr in den ersten Tagen. An Weihnachten selbst kommen auch meine Oma und mein Vater zu uns und die ganze Familie verbringt ein schönes und geruhsames Weihnachtsfest. 

Wir nutzen die Zeit hier auch, um Dinge zu besorgen die wir in Portugal nicht oder nur schwer bekommen. Wir finden unsere Persenning verstaubt im Gartenregal wieder, was uns beide unbeschreiblich freut. So muss ich die Nähmaschine nicht quälen (sowie vice versa)! Der Schreiner um die Ecke wird besucht und wir freuen uns sehr über die deutschen Baumärkte. Es ist durchaus einfacher, wenn man weiss wo man was findet und wenn nicht, sich dem hilfreichen Menschen der dort arbeitet verständlich zu machen. Auch genießen wir die deutsche Kultur in Form von Würstchen, Schnitzel und Leberkäse sowie Laugengebäck. Das Geschenk meiner Oma, ein Brotbackbuch, kommt uns da gerade recht. Bald werden wir uns selbst ein Paket nach Portugal schicken müssen, da nicht alles in unser Reisegepäck passen wird. Noch sind wir aber bis Mitte Januar in Deutschland, vermissen ein wenig das milde Klima an der Algarve, freuen uns aber umso mehr all die Menschen persönlich wieder zu treffen, die wir nun schon lange nicht mehr gesehen haben. Es kommt doch immer anders als geplant. Eigentlich wollten wir ja schon in der Karibik sein, so wie Sturmschwalbe, die den Atlantik in 18 Tagen gequert hat. Aber so wie es ist, ist es uns auch gerade recht. 

Verfroren auf dem Weihnachtsmarkt

Weihnachtsbaum

Mit Oma und Papa

Kategorien:Deutschland

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