Herbstanfang

Hach, die Zeit fliegt. Die Tage dröppeln so vor sich hin und schwupps, ist ein Monat rum und ich hab’s nicht gemerkt. Dabei war es wirklich nicht langweilig. Während der noch heißen Tage im August (und ja, es war wirklich noch heiß) hatten wir Paquito. Also jeden Morgen fährt mich Alex nach Sanlucar mit unserem Dinghi, läd mich ab und fährt alleine zu unserer Finca. (Finca klingt so groß und mondän, nicht?).

Ich hole den Hund ab, der sich freut wie Jeck und mich den halben Wanderweg zur Finca hinter sich her zieht. Naja, nicht wirklich, nur bis er die ersten Male seine Blase entleeren kann. Dann geht es wesentlich entspannter zur Sache.

Sanlúcar vom Wanderweg aus

Nach dem Spaziergang dreht der Hund seine Runde um den Zaun und ist dann erstmal zufrieden mit seinem Werk.

Alex hat derweil schon seinen ersten Kaffee getrunken und arbeitet schon irgendwas. Buddelt an manchen Stellen die Wurzeln vom Bambus aus, nivelliert die Stellen, an denen ich gerne ein Beet hätte und deckt das Dach der Außenküche neu ab.

Spätestens ab Mittag ist der Tag dann so ziemlich vorbei. Dann steigt das Thermometer im Schatten über 35 Grad und selbst mir hitzeliebendes Wesen wird’s zu warm. Dann hilft nur noch ab ins Wasser (das findet der Hund auch ganz toll) und so wenig wie möglich bewegen.

Seit zwei Wochen allerdings wird es immer ein wenig kühler. Die Besitzer von Paquito sind wieder aus ihrem Urlaub zurück und wir haben ihn abgegeben. So ein klein wenig fehlt er uns schon. Wie schnell man sich doch an so ein Tier gewöhnt ist faszinierend.

Mit den sinkenden Temperaturen trudeln auch wieder unsere Freunde ein. Kurt von der Mo und Micha mit seiner Malu sind wieder hier. Auch die 42 mit Jochen an Bord hat sich wieder eingefunden. Schön, sie alle wieder zu sehen.

Abendstimmung

Unser Freund Hans kam auch überraschend vorbei, weil der Wind halt gerade gut stand. Sie alle helfen uns tatkräftig.

Beete werden angelegt und die Begrenzung mit Steinen gebaut. Die Steine müssen hergeschafft werden. Das ist eine erstaunliche Plackerei. Gut, dass wir das auf so viele Leute verteilen können.

Dann lässt ein wenig die Leistung unserer Solarpumpe nach, die die Zisterne füllt. Eine Nacht lang vergessen wir, die Bewässerung zu zu machen und schwupps ist die Zisterne leer. Bei dem Wasserbedarf, den die Pflanzen gerade haben, muss die aber schnell wieder gefüllt werden. Wir haben doch da noch so eine Benzinpumpe. Alex und ich versuchen, sie anzuwerfen. Sie startet auch etwas widerwillig, aber pumpt kein Wasser. Nach einigem hin und her (dem ausprobieren von drei verschiedenen Pumpen) haben wir entnervt aufgegeben.

Einen Tag später kommt Michael vorbei und die zwei Jungs fangen an zu fummeln. Bald ist auch Kurt mit dabei. Den ganzen Tag sind sie am machen. Saugschlauch füllen, Pumpe anwerfen, nach oben gehen und gucken, ob Wasser kommt. 60 Meter rauf laufen bei 30 Grad im Schatten. Nichts funktioniert wirklich. Unermüdlich suchen sie das Problem und probieren dies, dann das, dann wieder von vorne. Schlauch füllen, Pumpe anwerfen, laufen und gucken. Sechs Stunden lang. Aber mehr als ein sehr kurzes Vergnügen kommt oben in der Zisterne nicht an. Irgendwo zieht der Schlauch oder die Pumpe Luft und das war es dann.

An Tag zwei probieren sie es gleich nochmal. Diesmal mit einer neuen Dichtung und siehe da! Oben kommt Wasser. Viel Wasser. Ne halbe Stunde und die Zisterne ist gefüllt. YAY.

Wasser Marsch!

Kategorien:Umbau

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