Ich habe Geburtstag, alle müssen lieb zu mir sein

Den Sonntag verbringen wir mit werkeln am Pactor. Mehr oder minder. Mehr mit der Suche nach dem Fehler, warum es nicht tut wie es soll. Markus und ich verdächtigen das Kabel zwischen Funke und Antennentuner, aber da es so unzugänglich verlegt ist, vermeiden wir es zu messen. Zuerst suchen wir in allen verfügbaren Läden nach einem passenden Kabel, dass man einfach ersetzen könnte, aber hier ist sowas nicht aufzutreiben. Hilft nichts, wir (also ich) quetschen uns in das letzte Eck und messen das Kabel. Und siehe da: der Strom kommt ganz wo anders an, als gedacht. Um die Geschichte hier abzukürzen, das Kabel wurde geflickt, dann hat es besser funktioniert aber eben noch nicht richtig. Nachdem die Fustration schon so hoch war, dass Alex das gesamte System am liebsten über Bord geworfen hätte, tat sich immer noch nichts.Grrr! Erst ein Grundreset der Funke hat geholfen. 

Am Montag dann hatte ich Geburtstag. Mein erster Geburtstag auf dem Boot. Viele liebe Menschen haben sich bei mir gemeldet und mir gratuliert. Ich mag meinen Geburtstag, denn da müssen alle lieb zu mir sein 😉 Wir haben den Tag als Pactor-frustrationspause genutzt. Der Wetterbericht hat konsequent behauptet, es herrsche strahlender Sonnenschein. Die Realität wenn ich aus dem Fenster geguckt habe, sah leider anders aus. Grauer Himmel mit ziemlich kaltem Wind. Davon haben wir uns nicht aufhalten lassen und sind an das südwestlichste Kap Europas gefahren, das Cabo Sao Vicente. Dort sind wir schon mit dem Boot drum rum gefahren. Vom Land aus sieht man zugegeben hauptsächlich Wasser. Nicht übermäßig spannend, aber so können wir sagen, wir waren da. Weiter haben wir es uns gegönnt, essen zu gehen. Heute mal nicht selber kochen und spülen! Bevor wir abends noch auf ein Bier in einen Irish Pub sind, wurde doch nochmal das Pactor getestet. Und? Nach mehrmaligen Versuchen hat es tatsächlich geklappt! Yehaa. Ob das jetzt nur ein Glückstreffer war, quasi ein Geburtstagsgeschenk des Universums, müssen wir noch sehen. Aber wir sind mega glücklich, dass es endlich einmal geklappt hat! Nachdem wir inzwischen unzählige Stunden, Nerven und Frustationsbiere darauf verwendet haben, ist es wirklich toll, wenn das olle Gerät zumindest einmal macht, was es soll. Schließlich ist es nicht die neueste Technik sonder eher Opa-technik. Ziemlich robust. Der Erfolg wurde dann mit einem Bier im Irish Pub begossen und wir haben uns im Pool Billiard versucht, wo wir alle drei – ich aber ganz besonders – total versagt haben. Markus stellt die Theorie auf, dass die Löcher im Tisch irgendwelche Fehler haben und ich unterstütze diese Theorie nach Kräften! 😉 
Hier nochmal einen lieben Dank an alle, die an mich gedacht haben. Ich habe mich riesig gefreut. 

Der südwestlichste Leuchtturm Europas

Am Kap Sao Vicente

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Kategorien:Portugal

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