im Süden nichts Neues

Wie im Titel bereits zu lesen gibt es an Bord von Assai nicht viel Neues.
Der Rumpf ist soweit nahezu fertig gespachtelt und geschliffen und der Skeg ist wieder aufgebaut – mit deutlich höherer Festigkeit als zuvor.
In das Ruder habe ich indessen eine Öffnung geschnitten um mir das Innenleben genauer anzusehen.
Unglücklicherweise trifft das Wörtchen Innen“leben“ durchaus zu.
Salzwasser hat seinen Weg in das Ruder gefunden und den darin befindlichen Schaum ein vorzeitiges Ende beschert.
Nunja nur ein weiteres Problem auf der langen Strecke der Probleme bei einem Bootsrefit. Es ist schon erstaunlich welch eine Egalität man gegenüber solchen Erkenntnissen entwickeln kann.
Was mich ursprünglich wirklich auf geregt hat (ein großes Problem nach dem Anderen zu finden) ist inzwischen nur noch eine Randnotiz auf der
to-do Liste.
Da wir die diesjährige Segelsaison ohnehin abgeschrieben haben ist das nun auch kein Beinbruch mehr.
Zumal das Ruder der wirklich letzte Teil des Unterwasserschiffes war das ich mir bis dato nicht näher angesehen habe, zumindest nicht von innen.
Das Schöne an dieser Erkenntnis ist das es nun unterhalb der Wasserlinie nichts mehr geben kann das defekt ist oder Überholung bedarf da wir schlichtweg Alles überarbeitet, ersetzt oder instand gesetzt haben.
Das schafft ein wenig geistigen Frieden zumal bei sachgerecht ausgeführter Arbeit es mindestens für die nächsten 10 Jahre in Ordnung sein sollte, von normalen saisonalen Wartungsarbeiten mal abgesehen.

Unsere Freunde Fritz und Bow sind inzwischen auch wieder aus Deutschland zurück und hatten vergangenen Freitag ihren Testtrip mit dem neuen Kiel. 8,30h früh einkranen und um 16h wieder raus.
Der Kiel ist soweit dicht und das Boot verhält sich genauso gut wie mit den alten Kielen.
Ein wenig Spachtelarbeit und Lackierung und sie sind fertig zum weiterfahren.

Ich kümmere mich inzwischen um das Ruder, die Verkabelung der Motorelektronik (unsere Starterbatteriebank musste an einen anderen Platz weichen), die Innenraumisolierung und 1000 anderer Kleinigkeiten.
Das Ganze während ich auf gutes Wetter warte um mit dem neuen Beschichtungsaufbau zu beginnen.
Dafür benötige ich 5-7 Tage beständiges Wetter vorzugsweise ohne Morgenfeuchtigkeit und das ist aktuell das Problem.
Solange es morgens Niederschlagsfeuchtigkeit hat kann ich nicht anfangen das Epoxy aufzubringen.
Somit heißt es aktuell warten auf gutes Wetter für das große Ereignis und sich inzwischen um all die kleinen Nebenkriegsschauplätze zu kümmern.

Kategorien:Umbau

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