Im Westen nichts neues

Nun, was soll ich sagen? Wir stehen morgens auf, trinken unseren Kaffee und fangen an zu arbeiten. Abgesehen von ein paar Pinkelpausen werkeln wir bis Sonnenuntergang und fallen dann müde ins Bett. Es ist erstaunlich, wie schnell der Tag vorbei ist und wie scheinbar wenig man schafft. Aber es ist ein Boot und wie immer dauert alles, was man anfasst mindestens drei Mal so lang wie gedacht.

Nachdem wir inzwischen ziemlich viele Löcher ins Boot gemacht haben, können wir nun endlich damit beginnen, sie wieder zu schließen. Eine Luke, die ich ausgebaut habe ist abgedichtet, aufgehübscht und neu lackiert wieder eingebaut. Die anderen drei Luken haben den ersten Regen auch gut überstanden und sie sind sogar dicht. Yay.

Im Deck gibt es zwei Abläufe für überkommendes Wasser, welche undicht sind und bislang mit Panzertape behelfsweise abgedichtet wurden. Beide Abläufe haben wir heute morgen – mal eben – ausgebaut, im guten Glauben sie mit mit etwas putzen wieder neu eindichten zu können. Pustekuchen; natürlich. Zwei mal Epoxy anmachen und einen Anschluss komplett umbauen später ist nun einer neu abgedichtet und wieder eingebaut. Der andere wird morgen weiter beglückt, da das Epoxy noch darauf wartet zu trocknen.

Das gute Panzertape ist mein bester Freund, da ich damit und mit alten Schwerwetterklamotten die ausgebauten Fenster abdichtet habe. Nicht besonders schön, aber dicht und darum gehts ja. Zumindest bis wir die neuen Fenster eingebaut haben.

Alex hat sich die letzten zwei Tage an die Batterieverkabelung gemacht und sah wenig zufrieden aus. Eine Arbeit, die er einfach nicht mag, keinen Spaß macht und meistens noch Probleme hervorruft. Dementsprechend bin ich einfach aus dem Weg gegangen. Dumme Fragen aus meiner Richtung werden im besten Fall mit schweigen beantwortet, daher flüchte ich in die Sonne, die endlich scheint und wärmt. Es ist nicht der portugiesische Frühling, aber glücklicher Weise nicht mehr so affig kalt.

Kategorien:Griechenland, Umbau

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