Jakobsweg – Padron

Die Strecke nach Padron ist eine der kürzeren Strecken. Nur 18 km. Morgens ist es noch eher kühl, da ein recht frischer Wind weht. Aber sobald die Sonne auf uns scheint und wir uns bewegen, wird uns schnell warm. Nach fünf Kilometern machen wir an einer netten kleinen Café einen Halt, um uns einen Kaffee und eine Pause zu gönnen. Nachdem ich meinen Rucksack etwas anders eingestellt habe, halten sich die Schmerzen in den Schultern zumindest für zwei Stunden laufen in Grenzen.

In dem kleinen Café wimmelt es wie immer vor Pilgern, die wie wir einen Stempel und einen Kaffee haben möchten. An dem Tisch neben uns sitzen zwei junge blonde Mädels mit einem jungen Kerl, der gerade eine gute Portion Speck, Würstchen und Fleisch verdrückt. Dem Akzent nach zu urteilen, ein Amerikaner. Völlig fasziniert bewundere ich seinen Einsatz, die Mädels irgendwie zu beeindrucken. Im geheimen taufe ich ihn Prinz Charming.

Bald geht es weiter und wir trotten mal wieder hauptsächlich über geteerte Straßen auf unserem Weg nach Padron. Das ist leider recht anstrgend für unsere Füße. Gegen mittag wird es dann auch ziemlich warm, die Temperatur soll bis zu 26° im Schatten steigen. Um 14 h sind wir aber schon im Hostel angekommen. Recht deutlich kann man hier seine Nachbarn verstehen, aber wir haben ein eigenes Zimmer und ein eigenes Bad für uns. Nach dem alltäglichen Wäsche waschen, entschließen wir uns essen zu gehen. Nachdem wir das einzige Restaurant im Ort gefunden haben, dass auch schon vor 19.30 Uhr Abendessen serviert, ist die Qual der Wahl nicht sonderlich groß. Schweinlendchen bestellen wir, bekommen tun wir einen Teller mit klein geschnittenem Fleisch, keine Soße, die Beilage wird extra berechnet und leider schmeckt es mir auch nicht sonderlich, da viel Fett und Knorpel mit am Fleisch sitzen. Die Angewohnheit der Spanier, Fleisch ohne alles zu servieren und zu essen, entspricht nicht ganz meinen Vorlieben und so freue ich mich schon auf simple Nudeln mit Sauce sowie mal eine Reispfanne mit Gemüse. Aber das wird noch etwas dauern. Zuerst geht es ins Bett, auf das wir die längste Etappe nach Santiago gut hinter uns bringen können.

Kategorien:Portugal

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