Langsam, aber sicher

Ja, was machen wir eigentlich den ganzen Tag? Seitdem wir aus unserem Deutschland Heimaturlaub zurück gekommen sind, ist irgendwie die Luft raus. Wir arbeiten natürlich trotzdem jeden Tag ein wenig hier und da, aber gerade genießen wir dazu auch den Tag ein wenig.

Alex konzentriert sich auf das Ruder. Sobald das wieder geschlossen ist, muss es nur wieder befestigt werden, damit die Jungs hier uns den neuen Schuh anfertigen können. Dazu muss er mal wieder schleifen und epoxieren und spachteln. Natürlich. Einmal ohne schleifen, bitte.

Corona Zahlen steigen in Portugal auch. Über Halloween und Allerheiligen hat die Regierung daher ein Reiseverbot erlassen. Man darf sich während dieses Wochenendes nur innerhalb seines „counties“ bewegen, also innerhalb seines Landkreises. Da wir ja auf dem Trockenen stehen, gehören wir zum Kreis Parchal. Sobald wir über die Brücke nach Portimao wollen, überqueren wir die Landkreisgrenze und dürfen also dementsprechend nicht mehr nach Portimao rein, für die drei Tage.

Ist aber halb so wild. Wir nutzen den letzten Tag, an dem wir uns bewegen dürfen, denn es herrscht bombastisches Wetter mit richtig guter Sicht. Unsere Freunde Jens und Dörte haben von ihrem Deutschlandbesuch ihr Auto und ihr Moped mitgebracht und das leihen sie uns für einen Tag aus. Somit fahren wir zu unserem Lieblings-Honig-Onkel oben in Monchique, der den Honig direkt ins Glas aus einem hundert Liter Fass abfüllt. Kein Label, so gut wie kein Englisch, viel Hände und Füße sowie freundlich nicken und hoffen, dass es passt. Aber es klappt wie immer.

In Monchique erobern wir den kleinen Supermarkt und organisieren uns alles für ein kleines Picknick. Brötchen, Käse und Wurst, einen kleinen Nachtisch und was zu trinken. Oben angekommen, bestaunen wir die außergewöhnlich gute Aussicht. Normalerweise kann man bis Portimao sehen, Alvor und Lagos. Heute können wir die großen Frachtkähne in meilenweiter Entfernung von der Küste sehen. Wir sehen schier bis Faro, mindestens bis Albufeira und auch das Kap Vincente kann man recht gut erkennen. Ins Landesinnere ist die Sicht genauso berrauschend. Leider fängt die Kamera das nur bedingt gut ein.

Die Aussicht quasi bis Marocco

Inge und Tommy waren an diesem Tag am Kap Vincente, wo ordentliche Wellen anrauschen, die sich in beeindruckender Weise an den hohen Felsen brechen. Die Bilder, die die beiden machen sind wirklich beeindruckend.

Foto von Inge am Kap Sao Vincente
Wellenkraft eingefangen von Inge

Auch unsere Freunde von der Vagabund kommen von ihrem zwei Wochen Ausflug zum Rio Guardiana zurück. Bevor sie wieder nach Deutschland zurück fliegen, verbringen wir mit ihnen noch einen schönen Nachmittag. So haben wir jeden Tag etwas zu tun und sind beschäftigt, ohne das es wirklich viel zu berichten gäbe.

Kategorien:Umbau

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