Leben auf der Baustelle

Die gesammelte Woche herrscht viel Wind und es regnet zwischendurch immer mal wieder. Das macht das Arbeiten draußen etwas schwierig und die allgemeine Motivation steigert es auch nicht gerade. Trotzdem sind wir sehr fleißig am werkeln.

Zwischendurch begebe ich mich immer wieder auf die schon mehrfach erklärte Paketsuche. Eins von drei Paketen haben wir nun gefunden, aber nur weil wir festgestellt haben, dass das Paket an die Marina geliefert wurde und nicht hier an den Hardstand. Die beiden anderen Pakete bleiben unauffindbar. Sehr zum Leidwesen unserer Laune, denn der Inhalt der Pakete war nicht gerade günstig. Auf Nachfrage beim Postamt sagt sie mir: wurde zugestellt, muss da sein. Geh ich vor fragen, weiß niemand von irgendwas. Es ist zum Haare raufen.

Das Wetter motiviert drinnen zu arbeiten. Alex nimmt sich die Türchen vor und erneuert die Belüftung. Aus alt mach neu. Sieht ziemlich schick aus. Ich nehme mir derweil das Küchenabteil vor. Da wurde mal sehr lieblos grau auf beige gestrichen und die Farbe blättert hier und da ab. Dazu ist da eins der Löcher, die wir zumachen wollen. Das wird also gleich von innen angeschäftet, der Rest wird angeschliffen. Da es nun innen ist, versuche ich mein bestes, die Staubentwicklung einzugrenzen. Folie wird von unten hoch geschafft und um meinen Arbeitsplatz geklebt. Funktioniert nur bedingt, aber immerhin besser als gar kein Schutz. Den neu erworbenen Industriestaubsauger lerne ich daher auch schnell lieben. So wird auch hier langsam aus einem hässlichen Eck, ein schöner Innenraum.

Innen zu arbeiten heißt aber leider noch mehr, leben auf der Baustelle. Morgens alles aufbauen, abends alles wegräumen. Zwischendrin wegräumen, umräumen und suchen bis der Arzt kommt. Immerhin finden wir beim räumen auch Sachen wieder, die wir schon mal gesucht hatten. Naja, auch gut. Das Ladegerät vom Akkuschrauber zwar nicht, aber dafür den Aufsatz für die Gaskartusche.

Während ich im Küchenschränkchen streiche, muss das was drin ist raus. Obst und Gemüse leben jetzt in einer Tüte auf der Couch. Töpfe, Deckel und Pfannen leben dafür neben der Spüle, der Rest im vorderen unbenutzten Bad. Kochen und backen wird da so richtig zur Herausforderung. Aber geht auch irgendwie.

Vor dem schleifen. Hässliches grau

Nach dem schleifen scheint die Sonne durch die Hülle

Ich gucke aus dem improvisierten Staubschutz raus. Wie man oben links in dem Sonnenstrahl sieht, hat es nur bedingt Erfolg gehabt

Kategorien:Portugal, Umbau

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