Leise rieselt der Sand

Nachdem Ursula am Freitag Abend ausgezogen ist, verbringen wir ein sehr ruhiges Wochenende. Das Wetter ist eh nicht dolle mit Wolken und niedergehenden Schauern. Ich fühle mich auch ein wenig so, als würde ich eine Erkältung kriegen, also sind zwei Ruhetage genau das, was ich brauche. Das hilft und am Montag geht es wieder frisch ans Werk.

Die Naht an der Reling braucht noch Aufmerksamkeit, also zum Baumarkt und einen Aufsatz für den Dremel kaufen. Dann direkt nutzen. Wir wollen die Löcher mit Epoxy füllen und da muss man gescheit ran kommen. Also, Löcher größer machen. Ich hasse es, Löcher ins Boot zu machen, aber es hilft ja nichts.

Am Dienstag soll es am Kiel weiter gehen. Aber zuerst fülle ich die Naht an der Reling mit Epoxy. Die Löcher nehmen ganz schön viel auf. Und gerade als wir mitten drin sind, kommen Ursula und Floh uns besuchen. Da das Epoxy bald aushärtet, kann ich nur winken und vom Gestell aus mit ihr reden, bis ich fertig bin. Während ich also mit dem Epoxy arbeite und wie immer, mir beide Hände verklebe, fangen Alex und Ursula an, den Kiel anzuschleifen. Der Spachtel soll ja auch irgendwo halten. Der Kiel ist allerdings derartig uneben, dass sie mit dem Schleifpapier nicht in die Vertiefungen kommen. Wir probieren dann einmal den Sandstrahlaufsatz für den Kompressor aus. Funktioniert super, nur geht es langsam voran. Uns ist klar, dass das nicht unbedingt die Methode ist, wie der Rest der Welt es macht, aber für uns funktioniert es gut.

Auch wenn der Aufsatz einen kleinen Sack zum auffangen des Sands hat, kriege ich genug ab. Sobald ich mich bewege, rieselt es aus meinen Haaren, von meinen Schultern, Armen und Beinen. Leise rieselt der Sand den Rest des Tages von mir. Abends gehen wir noch kurz zu Claudio, sobald die Sonne aber weg ist, wird es schnell affig kalt und so sitzen wir wirklich nur kurz.

Mittwoch morgen machen wir mir dem Sandstrahlen gleich weiter. Auf das sich das duschen am Abend lohnt. Dann geht es endlich ans Spachteln. So blöd wie es für Ursula ist, dass ihre Ape eingesperrt ist, für uns ist es gerade super, denn sie kann richtig gut spachteln. Für mich ist es das erste mal spachteln. Dementsprechend pansche ich die Spachtelmasse eher unhübsch auf den Kiel, während Ursula hinterher arbeitet und mein Machwerk wieder gerade zieht. Die Steuerbordseite kriegen wir hin, die Backbordseite kommt Donnerstag dran.

Der Kiel und seine Unebenheiten

Ich beim sandstrahlen. Die kleinen Spots die zu sehen sind, da war ich schon. Der Rest muss noch

Ursula beim spachteln. Es geht voran

Kategorien:Portugal, Umbau

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