Lockdown und schlechtes Wetter

Seit dem wir eingekrant haben, ist das Wetter ein Elend. Das sonst von uns so viel besungene herrliche Wetter Portugals lässt uns diesen Monat im Stich. Dazu herrscht Lockdown, also passiert bei uns nicht viel.

Entweder es herrscht Nebel, es regnet oder es windet, dass man denkt der Windgenerator übt für sein geheimes Dasein als Düsenjetturbine. Besonders witzig in der Nacht, wenn man eigentlich schlafen will. Aber da bei der permanenten Wolkendecke die Solarpanele im Winterschlaf sind und dort kaum Strom produziert wird, ist es nur gut, wenn der Windgenerator seine geheimen Wünsche auslebt. Sonst müssten wir jeden Tag den Generator laufen lassen, um die Batterien zu laden.

Ganz faul hängen wir aber natürlich nicht herum. Wir sind weiterhin auf der wilden und spannenden Suche nach den restlichen Paketen, die wir bestellt haben, die aber aufgrund von Lockdowns überall irgendwo im Nirgendwo festhängen. Wenn sie dann ausgeliefert werden, dann geht die Rennerei los. Wohin hat es der Paketfahrer dieses Mal getragen? Als Dankeschön, dass uns alle so entgegen kommen, werden sie von mir mit Schokokeksen versorgt.

Unseren Nachbar Michael sehen wir auch häufig. Entweder wir sitzen bei ihm oder er kommt mal vorbei und freut sich über selbst gemachte Spätzle. Im Gegenzug kocht er einmal für uns mit selbst gesammelten und getrockneten Steinpilzen aus der Heimat. Super lecker.

Unser kleiner Ofen läuft auch noch jeden Tag und wir sind so happy, dass wir ihn haben. Allerdings hatte er die Tage Probleme. Der Rauch zog nicht mehr ordentlich ab, es brannte nicht mehr gescheit, blöd wars. So haben wir uns einen Ofenreinigungswerkzeug besorgt (im Prinzip eine Klobürste mit einem langen und biegsamen Stock. Damit haben wir das Kaminrohr geputzt und haben nicht schlecht gestaunt, was uns da entgegen kam an Dreck. Ein ziemlich großer Haufen Ruß hatte sich bislang gebildet. Kein Wunder, dass die Luft nicht mehr gescheit abziehen konnte. Eine halbe Stunde Reinigung später brennt der Ofen schon wieder so gut wie am ersten Tag. Das hat sich gelohnt.

Einen Tag haben wir auch unsere Freunde Inge und Tommy besucht, die in der Marina festsitzen. Mal wieder darf man nicht angeln oder am Strand spazieren gehen, denn Bewegung an der frischen Luft war ja schon immer super schädlich für den Körper…. (Achtung, Ironie!)

Auch unsere allsonntaglichen Frühstücksorgien sind gerade wieder auf Eis gelegt und wir vermissen die beiden schon. So freuen wir uns umso mehr, als wir sie sehen und bei ein klein wenig Sonnenschein mal wieder quatschen können. Digital ist zwar nett, aber doch kein richtiger Ersatz.

Nun sagt der Wetterbericht, dass mal wieder etwas Sonne kommen soll. Das wäre so richtig super, denn bei dem Dauerregen türmt sich der Wäscheberg doch schon ziemlich.

Wir hoffen, eure Moral ist weiterhin gut.

Sonnenaufgang bei Nebel
Sonnenuntergang, viel heller ist es den ganzen Tag nicht geworden
Der Wind macht ordentlich Welle

Kategorien:Umbau

1 Antwort

  1. Stimmt! Die Spätzle waren super lecker.

    ….. und immer eine Handbreit Cherry in der Bilge.

    Michael

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