Magical Mystery Tour 

​Die Zeit mit den Pintails verfliegt. Am Mittwoch morgen gehen Emma und ich zusammen zu einer Stunde Zumba. Mit noch zwei anderen Damen quetschen wir uns in einen kleinen Raum. Die kleine und sehr quirlige Lehrerin kennt keine Gnade, nach einer knappen Stunde „Bigi-bigi-bigi“ und „Wigi-wigi-wigi“, hüpfen und schwitzen sind wir sehr zufrieden mit uns. Die Herren sitzen derweil schon frisch geduscht im Salon und diskutieren die Probleme unserer Boote. Bald sind auch Emma und ich geduscht. Nach dem Frühstück entwerfen wir den Schlachtplan für die kommenden Tage. Der Nachmittag wird dazu genutzt, die Hauptattraktion Gibraltars zu bestaunen. Den Affenfelsen, stolze 400m hoch. Da müssen wir natürlich zu Fuß rauf und auch wieder runter. Affen kriegen wir einige zu sehen. Ganz oben angelangt, verstehen wir, warum wir weder Essen noch Trinken mitbringen sollten. Ein anderer Tourist stellt seinen Rucksack kurz auf dem Boden ab, schwupps ist der erste neugierige Affe da und schnappt sich den Rucksack. Beeindruckt bin ich, als er den Reißverschluss aufzieht und offenbar zielstrebig das belegte Brötchen rausholt, sich zwischen die Backen klemmt und weiter sucht während der jugendliche Besitzer des Rucksacks gar nicht glücklich sowie etwas verängstigt daneben steht. Schnell hat das kluge Vieh auch die Chipstüte gefunden. Alex ist heldenmutig und greift sich den Rucksack, bevor noch mehr Essen geklaut wird. Der Junge freut sich sichtlich. Als der Affe aber zwei Schritte auf ihn und seinen Rucksack zu macht, wirft er ihm den Rucksack einfach vor die Füße und flieht. Wohl bemerkt war der gute nicht etwa unter 10 Jahre alt, sondern um die 17…

Als wir zurück kommen, sind wir alle ziemlich erledigt. Schnell gehen Emma und ich noch einkaufen, während die Herren sich an der Ankerwinsch zu schaffen machen. Den Abend verbringen wir mit einem englischen Spiel, bei dem man Redewendungen raten soll, welche bildlich dargestellt sind. Das macht riesig Spaß. Wir lernen anstatt alles auf eine Karte zu setzen, legen die Briten alle Eier in einen Korb sowie andere mehr oder minder nützliche Dinge. 

Heute morgen gibt es keine Sporteinlage für uns. Sondern wir schnappen uns das Auto und besichtigen die Umgebung in Spanien. Wir finden eine hübsche alte Burg die wir erklimmen. Die Aussicht ist überragend. Weiter gehts zwischen den Bergen und den schnuckeligen Dörfern, welche allesamt weiß gestrichen sind. Mittendrin nach einer recht abenteuerlichen Straße, die wohl nur als Einbahnstraße genutzt werden sollte, finden wir ein Dorf das aussieht, wie Schlumpfhausen. Komplett blau. Vor einigen Jahren wurde dort der Flim Schlümpfe gedreht und die Bewohner haben nach Ende der Dreharbeiten beschlossen, die Farbe zu behalten. Daraufhin ist die Besucherzahl des winzigen Dorfs von 300 pro Jahr auf 5000  pro Jahr gewachsen. Da es hier oben in den Bergen (inzwischen auf über 1000 m) doch ziemlich frisch ist, halten wir uns nicht allzu lange auf und fahren wieder an die Küste zurück. 

Auf dem Affenfelsen

Die Stufen der Evolution

Schlumpfhausen

Alles blau

Kategorien:England, Spanien

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