Meilenstein Antifouling

Nachdem ich wieder angekommen bin, geht es direkt weiter mit der Arbeit am Boot. Wir nähern uns einen absoluten Meilenstein: wir streichen Antifouling. Damit ist dann das Unterwasserschiff abgeschlossen.

Dementsprechend hoch motiviert geht es an die Arbeit. Alex schleift den Primer an, der vor Monaten aufgebracht wurde und dampft den ganzen Rumpf danach mit dem Hochdruckstrahler ab. Während ich mich weiter mit dem Deck beschäftige.

Am Freitag dann ist es soweit. Mit Aceton alles abwischen und den Wasserpass abkleben.

Wir nutzen ein Antifouling von Hempel. Einmal rot und einmal schwarz. Wir beginnen mit dem Rot. Wir wechseln die Farben ab, dann kann man besser erkennen wo wir schon gestrichen haben und wo nicht.

Das Rot streicht sich wunderbar. Alex ist größer, der streicht oben und ich unten. Den Kiel lassen wir erstmal aus, da wir uns nicht sicher sind, wie wir die Farbe reicht. Die Erfahrung hat uns gezeigt, dass bei den Temperaturen hier jede Farbe schneller antrocknet als angegeben oder gedacht.

Nachdem wir einmal rum sind ums Boot, können wir direkt mit der zweiten Lage weitermachen. So schnell trocknet es. Auch für den Kiel reicht es locker. Wir sind mega zufrieden. Die Farbe muss richtig gute Wirkung haben, denn sie stinkt ganz ordentlich und die Dämpfe vernebeln uns beide das Hirn und das, obwohl ich schon eine Maske trage.

Wie belohnen uns mit einem guten Burger bei Claudio. Wir beide fühlen uns, als hätten wir schon 10 Bier getrunken. Da wirken die Dämpfe aus dem Antifouling.

antifouling
Rotes Antifouling ist aufgebracht

Sollen wir direkt noch die zweite Schicht hinter drein aufbringen? Wir entscheiden, bis zum nächsten Tag zu warten. Das wären genug Lösungsmittel für einen Tag. Abends gucken wir auf den Wetterbericht und der sagt plötzlich Regen voraus. Aber erst ab Mittag. Also geben wir Gas.

Das schwarze Antifouling fühlt sich etwas dünner an als das rote. Sobald dieses auch nur leicht antrocknet beginnt die Farbe Fäden zu ziehen, die der Wind dann direkt mitnimmt. Meist irgendwo auf mich drauf. Schließlich arbeite ich ja unten. Ruck zuck sehe ich aus als hätte ich mich selbst angemalt und nicht das Boot.

schwarzes Antifouling im Gesicht
Da wo kein Handschuh oder Pulli war, ist viel Antifouling

Gerade als es anfängt zu nieseln sind wir fertig mit streichen. Die Farbe trocknet wahnsinnig schnell, das dürfte kein Problem sein und ist es auch nicht wirklich. Nur unterhalb des Ablaufs vom Cockpit, da wo ein kleines Rinnsal den Rumpf herab lief, da sieht man das rot wieder durch. Ist aber nicht schlimm, wir haben noch Farbe übrig und müssen eh noch unter den Haltern streichen. Dann kommt da auch nochmal Farbe drauf.

Wir sind happy!

Ein großer Meilenstein ist geschafft für uns. Sogar unseren Propeller haben wir von Antonio wieder bekommen. Den hat er geschweißt und der Kostenvoranschlag belief sich auf: „das wird nicht teuer“. Präziser wird es halt nicht. Wenn man weiter nervt, wird es nur teurer, so aus Prinzip. Nicht teuer sind dann letztlich 20€. Damit sind wir zufrieden. Ein guter Tag für uns! Daumen hoch!

Kategorien:Umbau

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