Mission des Tages

Nach unserem Kurztrip nach Griechenland, sind wir wohlbehalten in Portimao angekommen und haben unseren Alltag wieder aufgenommen. Kaffee am Morgen und sich überlegen was die Mission des Tages ist. Das kann alles mögliche sein, von Wäsche waschen oder einkaufen oder Boot aufräumen, putzen und hier und da kleine Verbesserungen vornehmen. Im Großen und Ganzen nehmen wir uns jeden Tag mindestens eine Sache vor, die wir zu tun haben, damit wir uns sagen können, wir haben heute etwas geschafft.

Das Wetter ist seit Monaten hervorragend, jeden Morgen scheint die Sonne, es warm bis spät in die Nacht und der letzte Regen fiel irgendwann Mitte Mai. Dementsprechend trocken ist die Umgebung und die Gefahr von Waldbränden steigt enorm.

Wir treffen am Ankerplatz viele neue und tolle Leute. Die Franzosen sind inzwischen sehr gute Freunde geworden, wir tauschen Rezepte gegen Reparaturtipps für den Motor und Angeltipps wie wir vielleicht auch endlich mal wieder einen Fisch an den Haken kriegen. Es ist zutiefst deprimierend, zu sehen, wie Cederic jeden Tag mindestens einen Fisch fängt, während wir uns zwar täglich Mühe geben, aber nicht wirklich vom Angelglück verfolgt werden. 

Schweren Herzens verabschieden wir die Franzosen, die nach ein paar Wochen längerem Aufenthalt hier als ursprünglich geplant, ihren Anker lichten. Dafür treffen wir Claudia und Michael von der Kebulans, die mit ihrer Reinke schon eine Weile hier sind. Das Boot haben wir schon auf dem Trockendock gesehen und bewundert. Als wir spontan zu ihnen fahren und sie ansprechen, stellen wir fest, dass sie aus Heidelberg kommen. Quasi ums Eck. Wir treffen uns immer wieder, verbringen ganz tolle Abende und werden höchst feudal versorgt, während die Jungs durch den Maschinenraum krauchen, Wasserlecks suchen und beheben, sowie sonstige Fehler bearbeiten. Dafür gehen wir Mädels ausführlich shoppen. Alle sind happy, wir können ohne Hetze Klamotten angucken, Nippes besorgen und die Herren gehen deweil zum Edelstahlladen und kriegen dort große Augen. Auch Michael schleppt in seinem Boot eine halbe Werkstatt durch die Gegend. Wir setzen uns auch ins Dinghy und fahren den Fluss hinauf in eine kleine gemütliche Bar in der Nähe von Silves. 

An einem Abend treffen wir uns zu mehreren am Strand und grillen gemeinsam. Jeder bringt etwas zu essen mit, jeder sein eigenes Geschirr und Besteck und zum Abschluss können wir sogar ein kleines Lagerfeuer machen. Es ist herrlich, warm, gemütlich und entspannt. 

Dinghy Fahrt den Fluss hoch

Kleine Bar mit groben Richtungsangaben

Grillen am Strand

Grillen und sich unterhalten

Sonnenuntergang. Ich kann mich einfach nicht satt sehen

Kategorien:Portugal

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