Oh je…

Am letzten Freitag können unsere Freunde Pit und Conny auskranen. Sie haben ja nur drei Monate auf den Termin gewartet. Dank Corona allerdings ging auf dem Hardstand gar nichts. Jetzt endlich können sie aus dem Wasser. Da sie ein großes und schweres Stahlboot haben fragen sie nach Hilfe beim Kranen. Klar, dass wir helfen. Auch wenn das früh aufstehen bedeutet.

Inge und Tommy sitzen auch in ihrem Beiboot und fahren mit. Alex geht zu Pit und Conny an Bord und ich fahre mit unserem Dinghi nebenher. Da wir allerdings eine halbe Stunde zu früh dran sind und der Kran noch nicht auf uns wartet, drehen wir alle (das eine große Boot und die zwei kleinen Beiboote) unsere Kreise in dem Vorhafen. Während der Fahrt mache ich ein paar Bilder mit meinem Telefon für diese Webseite. Der Einfachhheit halber stecke ich mein Telefon in meine Jackentasche.

Tommy hält sich dann am großen Boot fest und ich mich an dem kleinen Beiboot von Tommy und Inge. Dabei sehe ich plötzlich aus dem Augenwinkel, wie etwas ins Wasser fällt, genau in die kleine Lücke zwischen den beiden Beibooten. Es glänzt rot und ist schnell weg. Das war mein Telefon.

Als ich noch „Oh nein!“ rufe, ist es auch schon aus meinem Blickfeld verschwunden. Es ist weg. Liegt schneller als gedacht auf 10 m Wassertiefe und im tiefen Schlamm, den es dort hat. Alex schlägt noch vor, tauchen zu gehen, aber bei dem Schlamm wäre es schier unmöglich das kleine Gerät zu finden, wenn man denn genau wüsste, an welchem Fleck genau im Wasser es verloren gegangen ist. Und das ist ja das doofe am Wasser. An der Oberfläche sieht es ein Meter weiter vorne oder hinten genau gleich aus.

Auf einmal ist die allgemeine Stimmung am Boden. Alle fühlen mit mir. Pit sagt: „Ich find das richtig doof, aber es hilft ja nichts, wenn ich aus Solidarität mein Telefon hinterher werfe.“ Das bringt mich dann doch wieder zum Lachen.

Daran merkt man wieder, wie sehr man mit diesem ollen kleinen Gerät schon verbunden ist. Ich habe glücklicher Weise noch ein altmodisches und schriftliches Telefonbuch, in dem ich regelmäßig meine Kontakte aufschreibe. Und ich habe noch mein altes Telefon, bei dem erst im Januar das Display kaputt gegangen ist.

Das Rauskranen der THAROS, das Boot von Pit und Conny funktioniert dann aber problemlos. Ich werde viel geherzt, Alex packt mich irgendwann unter den Arm und wir gehen Sushi essen mit Dörte und Jens, die mich auch gebührend bemitleiden.

Alle helfen mir, wo sie können und das ist ein schönes Gefühl. Es ist letztlich zwar sehr ärgerlich und zwingt zu einigen Umständen, aber letztlich ist es nur Geld, dass weg ist. Es geht uns immer noch hervorragend und es bringt mich wieder zu der Erkenntnis, dass ich umgeben bin von so vielen lieben Menschen. Menschen, die mir einfach so helfen. Dafür möchte ich hier einmal DANKE sagen. Ihr seid klasse und ich bin tief dankbar, so viele tolle. liebe und hilfsbereite Menschen kennen zu dürfen.

Foto gibt es heute keins, das liegt zehn Meter unter Wasser… 😉

Kategorien:Umbau

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