Philosophie

Es ist erstaunlich, wie sehr sich die Wahrnehmung von Zeit und Geschwindigkeit verändert, wenn man auf dem Wasser ist. Wir sind nun seit drei Monaten unterwegs, sind nicht halb soweit gekommen, wie wir geplant haben, haben aber viel erlebt und neue Freunde gefunden. Wir haben viel von Land und Leuten gesehen. Neue Dinge probiert, sie für gut oder eher nicht so doll befunden. Wir kommen langsam wirklich an, im Bordleben. Bald werden sich unsere Marina Aufenthalte auf ein Minimum reduzieren und wir wollen so viel wie möglich ankern. Schon alleine um Kosten zu sparen.
Seit ziemlich genau drei Monaten interessiert mich nur noch der Wind und Wetterbericht für die Region in der wir gerade sind. Viel Wind, wenig Welle und Sonne, dass ist meine Traumvorstellung vom Wetterbericht. Passiert aber eher selten. Dann ist die erste Frage in jeder neuen Marina nach Duschen und dem hiesigen Supermarkt. Andere Nachrichten habe ich nicht mehr gehört, seitdem wir Deutschland verlassen haben. Wir befinden uns quasi in einer eigenen kleinen Welt. Dadurch, dass wir im Seglerleben vielen anderen Nationen begegnen, bleiben allgemeine politische Diskussionen und Meinungsäußerungen nicht aus.
Jeder Tag bietet uns etwas neues spannendes zu entdecken und wenn einmal nicht, bietet er Raum zum lesen, entspannen oder auch den nicht weniger werdenden Reparaturarbeiten am Boot.

Kategorien:Portugal

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