Regen und neue Fenster

Dies scheint ein sehr nasser Winter hier an der Algarve zu sein. Beziehungsweise, es ist wohl ein normaler Winter, mit dem normalen Regen. Nur haben wir die letzten Winter Glück gehabt und trockene Winter erwischt. Aber derzeit regnet es mindestens einmal die Woche. Und hier regnet es meist nicht nur ein wenig, hier öffnet der Himmel seine Schleusen und du stehst drunter. Dieses Mal musste ich glücklicher Weise nicht Roller fahren 🙂

In den paar trockenen Tagen hat Alex weiter am Skeg gespachtelt, was das Zeug hält. Schleifen, spachteln, schleifen, spachteln. Die alte Leier. Sobald es regnet war es dann erstmal mit schleifen und spachteln.

Alex in Heldenpose beim schleifen

Gestern hat es zudem noch ordentlich gewindet. Hübsche 30 Knoten aus Norden. Hat die Kuchenbude gut ausgehalten – yay. Nur einmal ist der Klettverschluss aufgegangen, der genau in der Windzugewandten Seite lag. Damit kann ich gut leben. Bin ehrlich gesagt erstaunt, wie gut mein Konstrukt gehalten hat.

An einem besonders mutigen Tag habe ich mich noch daran gemacht, die Fenster der Sprayhood auszutauschen. Davor hatte ich ziemlich Mores, denn da darf kein Fehler passieren. Die Sprayhood ist unser Sichtfenster nach vorne und Schutz vor Wellen, sollten welche über das Deck brechen. Natürlich auch Schutz vor Wind und Wetter und Schutz für den Niedergang. Recht wichtiges Ding, also.

Die alten Fenster sind langsam ziemlich blind

Die alten Fenster habe ich schon mal tageweise mit allem behandelt, was ich hatte, um sie wieder klar zu bekommen. Der Zustand wurde zwar besser, aber weit entfernt von gut. Und vor allem hat mein Werken nicht lange gehalten. Ein Tag Arbeit mit putzen und allem, eine Woche später sieht das Fenster wieder genauso elend aus, wie vorher. Da hilft es nichts, da müssen neue Fenster rein. Das Material dazu habe ich ja noch von der Kuchenbude übrig.

Da ich mich wirklich nicht traue, frage ich die hiesigen Segelmacher was es kostet, die Fenster ersetzen zu lassen, wenn ich alles bringe. Günstigstes Angebot 150€ und wer weiß, wie lange die brauchen. Bei dem angekündigten Regen keine verlockende Idee.

Also, bin ich mutig und mach es selbst. Meine Freundin Conny ist Schneidermeisterin und hat mir gute Tipps gegeben. Mach die Fenster einfach größer als die alten, wenn noch genug Stoff da ist. Ist es aber nicht. Und beim raustrennen sehe ich, dass jemand die Fenster schon mal ersetzt hat. Der hat die neuen einfach über die alten genäht und die alten dann rausgeschnitten. Durch drei Lagen Fenster und Stoff kommt meine schöne Nähmaschine dann doch nicht, muss alles raus.

Nach einem Tag fummeln und fluchen und frieren im Wind, ist es dann soweit. Die neuen Fenster sind drin.

Aber passt jetzt noch alles? Ja tatsächlich. Ich bin erleichtert und glücklich und stolz. Gerade Nähte sind immernoch nur was für Amateure, aber das fällt unter künstlerische Freiheit.

Man kann wieder was sehen. Die neuen Fenster sind drin 💪

Kategorien:Umbau

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