Regentropfen, die an mein Fenster klopfen…

oder, wenn das Fenster noch offen ist, gleich das Bett durchnässen. Aber dazu gleich mehr.

Das Wetter ist in diesem Herbst einfach nicht, wie wir es gewohnt sind. Nun ja, wenn sich die Sonne einmal blicken lässt, dann ist es auch noch schön warm und es kommt an die 20 Grad. Aber die Sonne lässt sich derweil einfach nur durch viel Wolken blicken. Und die regnen gerne.

So strahle ich noch fröhlich jeden Morgen den Rumpf ab und die Löcher werden davon auch nur größer und nicht kleiner. Aber immerhin, es wird. Am Montag mache ich gar nichts, da mein Magen rebelliert und ich alle naselang zum Klo laufen muss. Was gäbe ich jetzt darum, ein funktionierendes Klo auf meinem eigenen Schiff zu haben und nicht erst raus, Treppe runter, auf’s Fahrrad und vor fahren zum Klo, hoffen, dass keiner die eine Schüssel besetzt und das gleich wieder retour. Ein Königreich für mein eigenes Klo. Da wird der Eimer doch schon wieder attraktiv. Es ist zwar nervig, aber es geht alles gut. Alex verordnet Bettruhe, die ich nach dem dritten Klogang innerhalb einer Stunde auch annehme. Erst denke ich mir, hach, das Wetter ist doch grad so schön, da könnte man doch endlich mal wieder was schaffen, aber zwei Stunden später hat es sich schon wieder zugezogen und schüttet aus Eimern.

Aus lauter Verzweiflung fängt Alex an, an der Elektrik zu arbeiten. Auch eine never-ending Story. Auf dem Weg vom Klo zurück treffe ich Christoph, der hat eine Aluyacht gekauft, von der er noch nicht mal weiß, ob sie auch schwimmt und ich sehe ihn mit sich selbst debattieren. Naja, wenn einem sonst schon keiner zustimmt… So wird man schon wunderlich über die Zeit. Der wartet derweil auch auf das Wetter, streichen ist halt eben nicht, wenn es alle paar Stunden regnet.

Am Mittwoch ist die Welt wieder in Ordnung und wir fahren mit Ruth und Peter nach Aljezur an die Westküste. Dort gibt es einen sehr versteckt liegenden Laden, der Batterien und Solarpanele verkauft. Ruth und ich setzen uns auf die Bank und genießen die Sonne. Zehn Minuten später geht der nächste Regenschauer nieder. Die Jungs gucken sich alles an und nach dem Schauer gucken wir uns noch gemeinsam Aljezur an. Ein kleines, verträumtes Dörfchen mit eigener (verfallener) Burg, winzigen Straßen und noch kleineren Häuschen. Der Kaffee mitsamt portugisieschem Süßkram darf nicht fehlen. Weizen steht ab sofort wieder auf meinem Speisezettel, was besonders Alex glücklich macht. Muss er doch nicht mehr meine Koch- und Backexperimente mit Mais und Hirsemehl ertragen.

Als wir wieder nach Portimao kommen sehen wir, dass es auch hier gerade ordentlich geregnet haben muss. Alex guckt mich an: „Haben wir alle Fenster zugemacht?“ Er hatte doch am Morgen eins auf gemacht. Hat er es auch wieder zu gemacht, bevor wir los sind? Er schüttelt den Kopf. Nö, dass ist noch offen. Na, toll. Genau das über’m Bett natürlich. Schnell wieder Heim und gucken. Das Fenster geht nach Süden, vielleicht kam der Wind ja aus Norden. Kam er nicht. Genau aus Süden. Es ist aber erstaunlich glimpflich abgegangen. Unser Bettzeug ist zwar etwas nass und der Bettbezug hat auch einiges abbekommen, aber alles halb so wild. Auch wenn sogar der Fußboden vor’m Bett nass ist. Genau bis zur Verteiler Steckdose, an der der Heizer hängt. Glück gehabt. Bett abziehen und Heizer auf volle Pulle stellen. Bis zum Abend ist es dann wieder trocken.

Regenschauer, bring dich schnell in Sicherheit

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Aljezur

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süße Straßen

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Da kann man einfach so ins Fenster gucken

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Vorgarten mal anders

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Weg mit eigener Regenablaufrinne

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Die Hauptstraße

Kategorien:Portugal, Umbau

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