Ruder, oh Ruder

Zu allererst: der Ruderschuh ist angekommen. Nachdem ich ja fünf Emails gesendet habe, an alle möglichen und unmöglichen Adressen sowie Kontaktformulare, die ich gefunden habe, wurde zwar keine dieser Emails beantwortet, aber meinem Wunsch wurde entsprochen. Sie haben das Paket ausgeliefert. Yay.

Natürlich passt der Schuh nicht direkt an unseren Skeg, das wäre auch zu schön. Nein, ein paar Veränderungen müssen doch noch vorgenommen werden. Dazu geben wir den Schuh zu Antonio. Aber erst, nachdem Alex lange vor Skeg und Schuh gesessen und darüber meditiert hat, wie es am besten geht.

Dazu muss dem Ruder auch wieder Beachtung geschenkt werden. Während ich weiter nähe, höre ich Alex plötzlich rufen. Das wolle ich mir sicher angucken. Ich laufe hin, während er über das Ruder gebeugt ist und den Schraubenzieher schon komplett im Ruder versenkt hat. Der Gestank der mir entgegen schlägt, ist atemberaubend und verursacht leichten bis schweren Würgereiz. Unten am Ruder popelt Alex mit dem Schraubenzieher stinkende, schwarze Masse aus dem Ruder, dazu ab und an Styropor. Ja, richtig. Nein, ich hab mich nicht vertan. Styropor!

Styropor und Spachtelmasse

Wir bewundern die Bescherung im gebührendem Abstand zum Gestank. Es hilft nichts, da muss weiter auf gemacht werden. Alex schneidet das Ruder unten komplett auf. Was zu Tage kommt, ist noch mehr Styropor und massenweise Spachtelmasse. Alex beginnt, von unten mit Hammer und Meißel die Spachtelmasse vom GFK zu trennen. Die Spachtelmasse ist schwer.

Nachdem er da so weit wie möglich das Ruder vom Spachtel getrennt hat, stellen wir fest, dass wir wohl kaum drum herum kommen, das ganze Ruder so zu behandeln. Dazu muss Alex am nächsten Tag ein großes Fenster in das Ruder schneiden. Der Schaum, der darunter zu Tage kommt, ist klatschnass. Gut, dass wir uns dazu entschlossen haben. Der Schaum ist schnell entfernt, aber die Spachtelmasse ist mehr Arbeit.

Ein Fenster ist im Ruder. Man sieht viel nassen Schaum

Alex hämmert und meißelt den ganzen Tag. Es klingt, als würde er Steine meißeln. um ihn herum sieht es auch so aus. Als er sich dem herausgeschnittenen Fenster zuwendet und dort die Spachtelmasse entfernt, bildet sich eine Pfütze unter dem ausgeschnittenen Teil. So viel Osmosewasser hat sich darin gebildet und gesammelt.

Zwei Tage nach Beginn, ist das Ruder komplett ausgehöhlt und bestimmt 15 kg leichter, wenn nicht mehr. Die nächsten Tage zieht über uns ein großes Tiefdruckgebiet hinweg, dass den ersten Regen seit April mitbringt. Das beschert uns eine Zwangspause. Auch mal nicht schlecht.

Ausgehöhltes Ruder

Kategorien:Umbau

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