Ruhe

Es wird langsam ruhiger um uns. Die letzten Tage wehte starker Wind am Ankerplatz, so dass wir beim Boot geblieben sind, um darauf zu achten, dass der Anker hält. Wir liegen in der Sonne, lesen und im Brot backen versuchen wir uns auch. Ziemlich erfolgreich sogar. Auch wenn Eigenlob ja stinken soll. 

Gestern saß ich also mit meinem Buch im Cockpit und sah ein Pärchen in ihrem Dinghi. Aber sie nutzten nicht ihren Außenborder sonder paddeln. Offenbar haben sie Probleme mit ihrem Außenborder, sonst würden sie ihn ja nutzen. Da im Ofen gerade ein Brot backt, springt Alex allein in unser Beiboot und bietet Hilfe an, welche die beiden offenbar sehr glücklich annehmen. Ihr Boot liegt auch noch ein gutes Stück weiter im Feld der Ankerlieger. Am nächsten Morgen dann fahren wir bei ihnen vorbei. Die beiden Schweden heißen Mimmie und Andreas. Sie wollen ende des Jahres mit ihrer 10 m Jawl und der ARC über den Atlantik. Er ist gerade dabei, im Cockpit seinen Außenborder zu zerlegen. Alex hat wohlweislich sein Werkzeug mitgenommen und sofort machen sich die Herren daran, den Vergaser zu reinigen, während ich mich mit Mimmie unterhalte. Sie sind im Juli in Schweden gestartet und haben sich ein Jahr für die Antlantikrunde Zeit genommen. 
Während wir gemeinsam im Cockpit sitzen, fährt die Whippersnapper an uns vorbei. Ob wir morgen nicht mit ihnen zusammen segeln gehen wollen, dann brauchen wir unseren Ankerplatz nicht verlassen, können aber nochmal raus und den Wind genießen. Ja klar doch! 

Als Danke für die Hilfe laden uns die beiden Schweden zum Abendessen ein. Das nehmen wir doch gerne an. Als wir abends mit einer Flasche Wein vorbei kommen, bekommen wir frisch gegrilltes Gemüse und Fleisch vom hiesigen Metzger. Hühnchen mit Speck umwickelt. Da wir lange kein Fleisch mehr hatten, sind wir sehr happy. Der Abend verläuft sehr gemütlich. 

Am morgen dann machen wir uns zur Whippersnapper auf. Es verspricht, ein schöner und gemütlicher Segeltag zu werden. Wir freuen uns schon sehr und sind gespannt, mal wieder mit einem anderen Boot zu fahren. Als wir um 11.00 Uhr die Leinen an der Whippersnapper loswerfen, setzen wir direkt das Spi und grüßen damit unsere neuen schwedischen Freunde. 

Der Tag verläuft herrlich, mit gutem Wind und wenig Welle. Wir sind begeistert. 

Michael hat sich auch angekündigt, er kommt heute abend wieder zu uns. Er bleibt für zwei Wochen und muss dann wieder in die USA zurück. ​

Sonnenuntergang am Ankerplatz

Abendessen auf der HavAnna

Spi auf der Whippersnapper in den schwedischen Farben

Andreas auf der Whippersnapper

Die Whippersnapper in Aktion

Kategorien:Portugal

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