Sag mal, kann es sein…

Unsere Freunde Micha und Claudia ankern bei uns direkt in der Nähe. Sie haben einen sehr guten Blick auf unser Boot. Mittags klingelt das Telefon, Micha ist dran. „Sag mal, kann es sein, dass dein Heckanker nicht mehr hält? Dein Boot liegt so komisch.“ OHA, da gehen wir doch gleich mal gucken. Und tatsächlich, Assai liegt quer zur Strömung, so wie sie noch nie gelegen hat. Da hat sich wohl was gelöst.

Seltsam nur, es gab keinen Wind in den letzten Tagen, und die Strömung ist gerade noch ablaufend, so dass gar keine Belastung auf dem Heckanker liegt. Alex springt direkt ins Dinghi und fährt zu Assai. Stella und ich bleiben an Land und schauen zu. Stella ist noch nicht ganz soweit, dass wir uns trauen, sie länger als ein paar Minuten alleine zu lassen. Und neu ankern dauert mehr als ein paar Minuten.

Aber Micha macht sein Dinghi schon bereit und fährt zu Alex, der sich bemüht, den Heckanker Hand über Hand gegen die nun gekippte Tide wieder einzuholen. Dazu haben wir eigentlich eine Winsch, aber das Boot liegt immer noch 90 Grad zur Strömung, so kann die Winde nicht arbeiten. Micha schiebt das Boot mit seinem Dinghi wieder in eine gerade Position, so dass die Winde die Kette und den Anker einziehen kann.

Zu alledem setzt jetzt auch der angekündigte Nordwind ein. Also Tide gegen Wind und Alex jetzt neu ankern….

Micha holt Claudia, die kümmert sich um Stella und ich gehe zu Alex an Bord. Bei den Verhältnissen gerade ist ankern mit Front- und Heckanker nicht wirklich zu bewerkstelligen. Also beschließen wir, uns eine der freien Moorings zu legen und dort abzuwarten. Da Alex ja schon Erfahrung gesammelt hat im Boote einsammeln und an Moorings legen hier im Guadiana, weiß er welche wir benutzen können. Gesagt, getan. Micha hilft aus dem Dinghi heraus und nach ner halben Stunde hängt Assai wieder sicher.

Ansonsten haben wir weiteren Zuwachs bekommen. Hühner haben wir jetzt auch. Fünf Hühner und einen Hahn. Einer zwei Nutzungsrasse, was heißt, sie legen Eier und man kann nachher tatsächlich nenneswert Fleisch erhalten. Hübsch sind sie zudem.

Die Hühner im Stall
Noch sehr schüchtern an Tag 1
Werden aber mutiger

Die üben sich inzwischen schon fleißig im ausbüchsen und über den Zaun hopsen. Stella’s Jagdinstinkt kommt ab und an raus und sie schaut einen ganz verdaddert an, mit noch Federn im Maul, nach dem Motto: was denn? Bislang ging aber alles gut und nur ein Huhn musste etwas Schwanzfedern lassen, sonst geht es den Hühnern aber gut und wir üben fleißig mit Stella, dass Hühner unsere Freunde sind.

Dann hat uns in der letzten Woche eine Erkältung erwischt. Für mich die erste seit zwei Jahren, für Alex die erste seit drei Jahren. Das erscheint uns fair. Termine haben wir eh keine, wir schonen uns also, hängen in der Sonne rum und tun nicht viel. Frisch gepresster Orangensaft vom eigenen Baum jeden Tag sorgt für das nötige Vitamin C und bald geht es uns auch wieder besser. So dass wir wieder voller Tatendrang weiter werkeln können.

Stella kuschelt uns wieder gesund

Kategorien:Umbau

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