Schlimmer geht immer

Der Motivationsminuspol ist erreicht. Mal wieder einer dieser Tage, an denen einfach nix läuft wie es soll. Völlig egal, was man anpackt.

Da haben wir doch die Löcher an Deck zulaminiert, aber das neu aufgemachte Epoxy scheint etwas überlagert, es härtet nicht richtig aus. Alex will die Bretter der Badeplattform laminieren, aber der plötzlich böige und sehr frische Wind weht ihm das fizzelige Zeug dauernd weg. Ich bin endlich mit dem Styropor in der Bugkabine fertig und schneide hoch motiviert das erste Brett zu. Ich halte mich für sehr schlau, denn ich habe auf Alex Anweisung eine Plane in der Größe eines der Holzbretter ausgeschnitten, die mit Stecknadeln an der Decke befestigt und die Maße abgenommen. Die übertrage ich nun auf das Brett. Da ist eine Seite weiß und die andere hab ich schon mit Epoxy eingeschmiert, damit sie keine Feuchtigkeit ziehen kann. Dumm nur, dass zu schlau sein will und meine Maße auf die falsche Seite des Brettes aufmale und ausschneide. Treppe hoch und hingehalten, warum passt’s nicht? Einmal umgedreht und das hässliche Ende sozusagen passt perfekt. Aaaaargh. Also, neue Platte und nochmal von vorne. Diesmal fünf mal überlegt, ob ich auch die richtige Seite hab. Auschneiden, passt. Dann das mit dem Fenster in der Mitte. Als ich das aber festschraube wellt sich das Brett hier und da und dort wie es ihm gerade passt. Leider kann ich nicht einfach überall Schrauben reindrehen, wie es mir passt, denn da sind nicht überall Träger drunter. Zwei Brettchen, etliche Stunden und noch mehr Nerven später gebe ich auf und mache Feierabend. Alex Laune ist auch dem Tiefpunkt angelangt.

So ein Mist. Normaler Weise hat nur einer von uns schlechte Laune.

Wenigstens beim Fritz läuft es. Da kam gestern endlich der Schweißer und hat super Arbeit abgeliefert. Der ist zufrieden. Alex hat auch tatkräftig geholfen, denn Stahl oder auch Aluminium sind halt eher seine Werkstoffe. Da hat er einfach Spaß dran.

Am nächsten Tag beginnt Alex wieder und drei Projekte hinter einander stellen sich quer. Da hat er draus gelernt und sagt um halb elf: Feierabend. Wenigstens bei mir läuft es besser. Die Brettchen und die Leisten schneiden sich ordentlich zu und lassen sich ohne große Widerstände an die Decke schrauben. Zur Belohnung gönne ich mir ein Softeis hier ums Eck. Anfang März und ich sollte mich lieber in den Schatten setzen, weil es so warm ist. Auch Füße kann man schon mutig ins Wasser halten. Okay, das macht das eigene Elend schon viel besser.

Kategorien:Portugal, Umbau

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