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Wir warten und warten. Erst passiert ewig nichts, dann kommt es Schlag auf Schlag. Das scheint eine Art Naturgesetz zu sein. Wir warten also immernoch auf den Adapter. Heute morgen allerdings taucht Sergio (unser Schweißer) auf und passt den extrem massiv aussehenden Adapter an. Kaum werkelt Sergio also am Heck unseres Bootes herum, hören wir die Bremse von Deans Fahrrad, die so arg quietscht, dass sie als Klingel funktioniert. Er wollte mal wieder hallo sagen und freut sich natürlich, Sergio zu sehen. Sein Hydraulikschlauch tropft nämlich. Zwei Minuten später, packt Sergio also wieder zusammen, Dean lädt sein Fahrrad auf Sergios Kleintransporter und weg sind sie. Beide, mitsamt unserem Adapter. Na klasse. Danke, Dean! Endlich ist derjenige da, auf den wir seit zwei Wochen warten und schwupps klaut er ihn uns vor der Nase weg. 

Kaum sind die beiden weg, kommt unsere Lieferung vom Continente. Dem hiesigen Supermarkt, der liefert. Da wir am Freitag online bestellt haben, kommt er heute. Wir haben ja kein Auto, nur unsere Füße und so haben wir alles schwere Zeug bestellt. Wasser, Saft, ein oder zwei Bier, Nudeln, Reis und alles mögliche. Dann sind wir erstmal eine lange Weile beschäftigt, alle Tüten die Leiter hoch und ins Boot zu tragen und dann auch noch an den richtigen Platz zu räumen. Bei lauschigen 29 Grad im Schatten. Wir nutzen die Gelegenheit und räumen insgesamt mal auf. Wenn Sergio unseren Adapter tatsächlich morgen fertig anbringt, dann können wir mit etwas Glück am Freitag endlich wieder im Wasser sein. Das wäre ja mal was. Dazu räumen wir um und aus und werfen weg, was wir im letzten Jahr einfach nicht gebraucht, aber mitgeschleppt haben. Da der Platz auf unserem Boot begrenzt ist, ist aufräumen und wegwerfen ein ständiger Prozess. 

Ende letzter Woche war auch Andreas von der Whippersnapper wieder da. Er und sein Kumpel Karsten wollen ihr Boot wieder nach Norden fahren. Gegen die vorherrschende Windrichtung. Sie fahren am Donnerstag Mittag los und schon am Abend kriegen wir einen Anruf. Der Motor der Whippersnapper tut nicht. Er will wohl, aber er tut nicht (man verzeihe mir meine sehr laienhafte Darstellung der Dinge). Ende vom Lied ist, dass Luft in der Dieselleitung ist. Nach mehreren Telefonaten verteilt über den Abend und den nächsten Morgen hilft Alex Andreas per Ferndiagnose den Motor zu entlüften. Inzwischen funktioniert der Motor und die beiden sind schon in Porto und überlegen, wann sie am besten über die Biskaya fahren sollen. 

Wir aber hoffen jetzt auf das Beste und freuen uns, bald wieder ins Wasser zu kommen. Sobald der Wind für uns passt, wollen wir dann nach Madeira ansetzen, nachdem wir noch ein paar Tage an der Küste verbracht haben. So der Plan. Aber bislang haben wir auf unserer Reise definitiv eins gelernt: es kommt immer anders, als wir es planen 🙂 offenbar auch bei anderen Booten, denn bei einem unserer Spaziergänge durch die Boatyard sehen wir die eine oder andere Bootsleiche. Sollte sich also je mal jemand gefragt haben, wie ein Zementboot von innen aussieht, möge sich die Bilder unten ansehen. Die eine oder andere Spezialität finden wir dort auch.

Zementboot Innenleben

Goldiger Bootsname

Kleiner Einkauf

Kategorien:Portugal, Umbau

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