Sie schwimmt wieder!

Man mag es kaum glauben. Lang genug hat es gedauert, viel hat es gekostet und was waren wir aufgeregt. Am Mittwoch stehen wir extra früh auf. Um elf soll es losgehen. Und ein paar Sachen müssen noch erledigt werden, bevor der Kran kommen soll und unser Boot endlich wieder ins Wasser setzen soll.

Wassertanks füllen, spülen, Solarpanele putzen, Reste aufräumen… irgendwie rennt man doch immer noch wild hin und her. Dann sagt uns noch Bäbel und Karl-Heinz von der Dolphin Auf Wiedersehen, und schon höre ich Alex rufen „Sie kommen!“. Ich schaue auf die Uhr. Es ist doch erst zehn Uhr? Seit wann sind sie denn zu früh dran? Egal, jetzt ist es so.

Die Leiter wird abgebaut. Alex streicht noch schnell Antifouling auf die Stellen am Kiel, wo das Boot drauf stand. Dann geht es auch schon los. Die Fischerjungs von Nebenan unterbrechen ihre Arbeit um uns dabei zuzugucken und sich nochmal ausgiebig mit den Jungs vom Kran zu unterhalten. Jetzt setzt sie sich also in Bewegung.

Sie hängt im Kran – los geht’s

Eigentlich haben wir unseren Freunden Inge und Tommy Bescheid gesagt, die zu uns kommen wollten und auch Dörte und Jens wollten da sein, wenn es dann endlich soweit sein soll. Da wir aber eine Stunde zu früh dran sind, ist von unseren Freunden auch noch keiner da.

Wir klettern auf unser Boot und sie lassen uns runter ins Wasser. Wie abgesprochen warten die Jungs auf uns, denn sie wissen, dass wir viel prüfen müssen. Und so viel haben die derzeit auch nicht zu tun, dass es sie stressen würde. Genau genommen sind wie das einzige Boot, das an dem Tag gekrant wird.

Alex verschwindet unter Deck und ich spanne noch zwei Leinen, die uns halten sollen, wo wir sind. Dann gehe ich auch nach unten. Da haben wir alles vorbereitet, dass Alex direkt an die wichtigen Stellen gucken kann, ob auch alles dicht ist. Er ist entspannt, soweit möglich. Alles gut bislang. Die Maschine springt auch einwandfrei an. Das Bugstrahlruder tut seinen Dienst.

Nach nur 30 Minuten fahren wir rückwärts aus dem Kran und bewegen uns bis zum Ankerplatz. Weiter dürfen wir derzeit eh nicht. Gerade als wir wegfahren kommen und Dörte und Jens in ihrem Dinghi entgegen. Dörte erwischt leider eine gemeine Welle und durchtränkt sie.

Unser Echolot braucht einige Minuten, um seinen Dienst wieder aufzunehmen. Die Stopfbuchse tropft ein wenig, aber lässt sich überreden, damit wieder aufzuhören. Das Ankermanöver klappt ganz hervorragend (wir sind ja auch die Einzigen hier). Jetzt nochmal alles prüfen. Kommt immer noch kein Wasser rein? Nein, alles gut.

Die Toiletten werden nun auch inspiziert. Eine funktioniert, die andere nicht. Naja, solange eine tut was sie soll ist es gut für mich.

Nach einigem zureden von Alex lässt sich auch die zweite Toilette dazu zu bewegen, wieder zu pumpen. Dann setzen wir uns in unser Dinghi und schauen uns das Boot mal von außen an. Nicht schlecht finden wir. Und ihr?

Wieder im Wasser
Andere Seite

Kategorien:Umbau

  1. Sehr schön geworden!

    Wünsche ganz viel Spass und gute Fahrt!

    LG von einem unbekannten Motorbootfahrer…..und jahrelangem Dauerbegleiter Eures Blogs.

    Stefan

  2. Schiffe liegen sicher im Hafen, aber dafür wurden sie nicht gebaut.

    Liebe Ursula, lieber Alex,

    es war sicher niederschmetternd für euch den Osmoseschaden der ASSAI zu realisieren, als sie nach etlichen Jahren endlich auf dem Trockenen stand und ihr sie zum ersten mal so richtig inspizieren konntet.

    Unendlich viel Fleiß und Beharrlichkeit haben euch letztendlich zum Ziel geführt, obwohl für euch lange Zeit kein Licht am Ende des Tunnels zu sehen war. Während sich draußen die weißen Segel blähten standet ihr bis zum Hals in staubiger und nervtötender Arbeit an Land.

    Inzwischen wurde sie wirklich zu eurem Schiff, ihr habt sie euch hart erarbeitet und erkämpft.
    Jetzt kennt ihr das Boot von innen und von außen bis in den letzten Winkel und es gibt hoffentlich keine Überraschungen oder Geheimnisse mehr.

    Ich wünsche euch allzeit gute Fahrt und fair winds,
    in Freundschaft, Hans

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.