Sintra und das maurische Kastell

Nach unserem berauschenden Abend schlafen wir wie die Steine. Trotzdem kommen wir am nächsten Morgen erstaunlich gut und ohne Kopfweh aus dem Bett. Die Sonne strahlt und wir machen uns auf, dass maurische Schloss (oder auf schwäbisch: Kaschdell) zu besichtigen. Natürlich haben die Mauren das Ding früher nach ganz oben gebaut. Also rauf auf den Hügel. Wir haben einen guten Parkplatz gefunden und laufen los. Erst durch einen wirklich tollen Park, dann elend steile Treppen mit ziemlich schmalen Absätzen hoch und dann immer weiter bergrauf. Gut, dass wir nicht im Hochsommer hier waren! Auch so schwitzen wir schon gewaltig. Der Ausblick wird immer beeindruckender, desto höher wir kommen. Man kann fast bis Peniche, Cascais und Lissabon auf einmal gucken. Die äußeren Mauern sind gebührenfrei zu besichtigen, aber hier können wir von ganzem Herzen empfehlen, das Geld in die Hand zu nehmen und auch die inneren Mauern anzugucken. Man hat eine ewig weite Aussicht und alles wurde mit viel Liebe zum Detail gepflegt und beschriftet. Zur Abwechslung mal auch auf englisch und nicht nur auf portugiesisch. Leider läuft bald unser Parkticket ab und wir müssen wieder runter. Uiuiui, war das schon beim rauflaufen so steil? Zur Erholung genehmigen wir uns einen Kaffee in Sintra selbst. Wir wollen heute noch nach Évora. Eine Stadt in Zentralportugal, die die UNESCO als Weltkulturerbe unter Schutz gestellt hat. Als wir in Sintra losfahren hab ich schon leicht Hunger, als wir zwei Stunden später in Évora ankommen, bin ich schon so hungrig, dass ich nicht mehr weiss, worauf eigentlich. Schlecht. Wir einigen uns auf Pizza und ziehen los, eine Pizzaria zu finden. Leider sind wir um 16.00 Uhr da und offenbar gibt es nur mittags oder abends essen. Wir finden nur Cafeterias. Die wollen wir aber nicht. Die Stimmung (vor allem meine) sinkt von Minute zu Minute. Pizza haben wir schon abgeschrieben, wir sind doch da eben an nem Chinesen vorbei gelaufen? Der hatte offen. Also hin. Ich nähere mich der absoluten Verzweiflung. Wir finden den Laden, er hat offen, wir gehen rein. Die Dame winkt sofort ab, jetzt wäre geschlossen. Erst ab 18.00 Uhr wieder. Das reicht. Wir bewundern zwar die hübschen kleinen gelb-weißen Häuser mit den winzigen Gassen, aber Hunger ist Hunger. Wir packen ein, stürmen den nächsten Continente (Supermarkt) und kaufen dort für eine gute Brotzeit ein. Das tut gut! 

Évora hat somit leider total verloren für uns. Wir setzen uns bei nahendem Sonnenuntergang wieder ins Auto und fahren Richtung Portimao. Drei Stunden später sind wir wieder beim Boot. Das liegt noch da, wo wir es gelassen haben. Bald sind wir müde und gehen ins Bett. Es war gut, mal wieder unterwegs zu sein. Wir haben Sintra sehr genossen. Die ganze Stadt ist quasi in den Hang gebaut und die beiden Schlösser sind bewundernswert schön. Da lohnt sich der Besuch unter Garantie!

Ganz oben auf dem Berg! Top Aussicht

Das maurische Kastell ist gewaltig groß

Super Aussicht. Hier kriegt man was geboten für den Eintritt

Kategorien:Portugal

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