So viel getan und nichts geschafft

Seit Tagen sind wir von früh bis spät unterwegs, haben so viel getan und doch nichts geschafft. Also, zumindest nicht an unserem Boot.

Kaum ist das Ruder draußen, schleift Alex sofort am Skeg. Der Riss wird immer tiefer und erst als er mit der Flex nicht mehr weiter kommt, hört er auf. Aber nur für ein paar Minuten, dann hat er den Dremel in der Hand und macht damit weiter. Kaum ist er mit dem Skeg fertig, nimmt er sich das Ruder vor. Als das in der Sonne liegt, fängt es fröhlich an unten am Schaft raus zu blubbern. Aus lauter Faszination macht er ein Video und zeigt es mir. Auch hier wird nun geschliffen und freigelegt, was geht.

Am nächsten Tag wird wieder zu gespachtelt. Viel hilft viel, ist hier die Devise. Die Lager vom Ruder sind nun auch schon ein paar Tage (eher Jahrzehnte) alt und nachdem wir (eher Alex) das obere Lager rausbekommen hat ist klar, die müssen neu. Also, auf zu Antonio, der kann uns da bestimmt helfen. Antonio ist zwar da, aber sein Sohn Paolo nicht. Paolo ist der Dolmetscher, ohne den ich mich nicht traue, das Problem zu erklären. Drei mal fahre ich bei der Werkstatt vorbei. „So in zehn Minuten muss Paolo da sein“ höre ich. Zwanzig Minuten später ist immer noch nicht da und ich sage, ich komme einfach später wieder. Kommentar: „Ist wohl besser so.“ Aha. Alles klar.

Montag morgen ist es dann soweit. Ich erwische ihn und gegen Mittag sind Antonio und Paolo da und wir können erklären, was wir denn wollen.

Dann holen wir Petra und Jochen vom Flughafen ab, helfen Peter sein Boot wieder ins Wasser zu bringen, bauen unser Dinghi auf und testen mal den Außenborder vom Fritz (gewaltige 2 PS schreien sich da die Seele aus dem Leib) und wie immer sind einige Kaffee bei Claudio dabei. Die paar Zeilen fassen die letzten drei Tage zusammen. Klingt wie immer nach Sachen, die man mal eben schnell macht. Aber nachdem wir vom Flughafen wieder zurück sind, fahren wir noch beim Baumarkt und einem neuen Laden vorbei, den Matthias und Katja uns empfohlen haben.

Peters Boot einwassern bedeutet, erst das Dinghi ins Wasser bringen, quatschen, zum Mittagessen eingeladen werden, nochmal quatschen, warten, dass der Kran kommt, ins Wasser gehen, Ankerplatz suchen und finden. Noch mehr quasseln, ne Runde im Ankerfeld drehen, n Kaffee trinken und abends nach Hause kommen.

Dann möchten Bärbel und Karl-Heinz dass Alex sich den generalüberholten Motor anhört, der noch bei Antonio steht. Auf dem Weg dahin treffen wir Lillian und Erwin, die laden uns zu Kaffee und Kuchen ein. So geht das seit Tagen. Alles wunderbar, macht Spaß und das Wetter lässt gerade aufgrund eines Tiefausläufers eh zu wünschen übrig. Ab morgen geht es aber wieder munter weiter an unserem Boot. Wir wollen ja auch noch mal ins Wasser.

Loch im Skeg vorher
Und nachher

Kategorien:Umbau

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