Spachteln und schleifen in Endlosschleife

Ich weiß, es ist etwas her seit dem letzten Beitrag. Wir haben am Montag endlich nach jammern und flehen mit der Post den schon vor Wochen bestellten Spachtel bekommen. Ab da ging es los. Die zweite Lage Spachtel aufbringen und wieder schleifen am nächsten Tag. Langweilig ja, weil das schier kein Ende nimmt und sich immer in Endlosschleife wiederholt. Aber so ist es eben.

Ansonsten kommen immer wieder mal Fritz, Hans oder Vincent vorbei, halten uns von der Arbeit ab und die Jungs helfen einem Franzosen Philipe, der kleinere bis schwerwiegende Probleme mit seinem Boot hat. Wer hat die nicht? Bei ihm ist allerdings so einiges im Argen und er ist leider nicht wie Alex mit Sachverstand gesegnet, sondern hat eher zwei Linke Hände und null Ahnung. So will er sein ausgerissenes Backstag (recht wichtig, weil es den Mast hält) an der Reling befestigen. Einem kleinen recht dünnen Drahtseil, dass so gar nicht geeignet ist, den Mast irgendwo zu halten. Sein Dinghi wird mal mit verschiedenen Außenbordern getestet, wobei er gleich mal im Wasser landet. Recht unterhaltsam für die Herren, aber eher frustrierend für den armen Philipe.

Bei Fritz geht es auch steil voran, der Kiel ist inzwischen fertig geschweißt und er hat nun nach sechs Monaten mal eine Zwischensumme erhalten, die ihm fast die Schuhe ausgezogen hat. Nun ist verhandeln angesagt. Man möge ja meinen, dass hier in Portugal Marinezubehör eher günstig zu haben ist, da Portugal fast nur aus Küstenlinie besteht, aber weit gefehlt. Schon deshalb bestellen wir alles online aus Deutschland. Nur die Arbeitskraft ist mit 25€ die Stunde durchaus günstiger zu haben.

Abends sind wir auch immer unterwegs. Mal wird der Motor von Muffet (Fritz und Bow) probelaufen gelassen, dann sind wir mal eben bei Matthias und Katja, die noch vor Anker liegen. Aus mal eben wird ein drei stündiger Aufenthalt. „Ihr kommt genau richtig, das Essen ist gerade fertig.“ klingt es, als wir klopfen. Alles reden, das wir gerade erst von unserem eigenen Abendessen kommen nutzt nichts bei der Russin und eine Weinflasche später sitzen wir immer noch da und klönen.

Das berühmte Portimao Hole (Loch) beziehungsweise der Glue (Kleber) macht sich bei allen bemerkbar. Fritz und Bow wollten im März schon wieder weg sein, Matthias und Katja sind auch schon drei Monate länger hier als gedacht. So ist das eben. Alles dauert länger als man sich das so schön überlegt hat. Es könnte allerdings schlimmer kommen.

Alex Geburtstag verbringen wir ruhig und ohne Aufsehen. Drei Tage später hat Tommy Geburtstag und schon sind wir nach getaner Arbeit schnell duschen um den Staub abzukriegen und dann mit allen essen gehen. Abends fallen wir jeweils erschöpft und müde ins Bett. So vergehen die Tage und langsam aber sicher geht es vorwärts.

Das Feierabendbier schmeckt nach dem ganzen Schleifen und Spachteln um so besser

Kategorien:Umbau

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