Strijensas

Der Wetterbericht für heute hat Sonne und bis zu 22° voraus gesagt. Als ich heute morgen aus der Luke geschaut habe, sah es arg bewölkt aus und es war – man möge es mir verzeihen – arschkalt.
Der Plan für heute sah vor, endlich unseren Mast zu stellen. Beim allmorgendlichen Kaffee sahen wir ein anderes deutsches Boot, dass gerade in die uns quasi gegenüber liegende Box gefahren war und offenbar auch den Mast stellen wollte. Da wir nun nicht allzu scheu sind, haben wir uns aufgemacht, zuzugucken und vielleicht auch eine helfende Hand anzubieten. Mal gucken, wie die anderen das machen. Ulli kam aus Berlin und hat sich mitsamt seiner Frau und einem befreundeten Paar darauf vorbereitet, England zu umrunden. Er hat seinen Mast schon mehr als einmal gestellt und wusste genau, wo was wann zu tun war. Die Aktion dauerte bestimmt eine gute Stunde. Alex durfte den Kran bedienen (kurbeln) und ich bin als Springer hier und dort gewesen.
Sehr lehrreich für uns, denn wir haben festgestellt, dass wir noch mindestens eine weitere Person brauchen, die uns hilft. Zu zweit wird dat nix. Schade, denn der Wetterbericht sollte tatsächlich Recht behalten. Der Tag war der wärmste und sonnigste, seitdem wir vor drei Wochen losgefahren sind. Dafür haben wir die Antenne wieder am Mast angebracht sowie alle Leinen und Wanten entheddert. Auch die Salinge haben wir wieder angebracht und die Wantenspanner aus der Vertiefung ausgegraben, in der sie die letzten Jahre verbracht haben.
Sobald wir dann eine gute Idee haben, wie wir mit unserer recht schwer zu manövrierenden Faith an den Kransteg kommen sollen (und je auch wieder daraus) und noch ein paar helfende Hände mehr, kann es endlich losgehen.

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Da wo das kleine Boot liegt, müssen wir anlegen, um den Mast zu stellen.

Dafür haben wir gestern Abend schon einen tollen Weg durch die angrenzende Marschlandschaft gefunden, mitsamt frei grasenden Rindern (alle mit Hörnern dran – toll!), einem kleinen Aussichtsturm und viel Wasser überall. Hier ein paar Bilder

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Hollandsch Diep - tatsächlich noch ein Fluss

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Strijen Sas Marina. Etwas mehr Segler hier, als auf Rhein und Neckar

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Kühe!

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Sonnenuntergang

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Auf unserem Spaziergang

Kategorien:Niederlande

1 Antwort

  1. Liebe Ursula,
    unseren Kontrolleuren entgeht nix…Das klingt ja jetzt ganz anders als „Daimler und Paraquay“, wie kam’s? Dann euch mal einen guten Wind in den Segeln…

    Schöne Grüße aus Esslingen,
    Marion

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