Trial and error oder Versuch macht klug

Seit ich im vorherigen Beitrag mich selbst so gelobt habe, über mein tolles selbst gebackenes Brot, überkam mich der Übermut. Ich habe Roggenmehl gekauft und versucht, selbst einen Sauerteig zu starten. Dazu mischt man Roggenmehl und warmes Wasser und lässt es im warmen stehen, kurz ausgedrückt. Nach zwei Tagen und ab und zu rühren, kam mir allerdings ein derartiger Gestank entgegen, dass mir nichts anderes übrig blieb, als die Mischung den Fischen zu füttern. Noch nicht ganz demoralisiert mache ich mich also über den nächsten Packen Mehl her. Diesmal versuche ich aus Lupinenmehl und etwas Weizenmehl ein Brot zu kreieren. Das klappt auch super, sieht nett gelblich aus und hat eine gute Textur. Leider ist der Eigengeschmack von Lupinen so gar nicht unseres und so wandert auch dieses Experiment bald über Bord. Aber wenigstens die Möwen scheinen sich darüber gefreut zu haben… 

Derweil haben wir neue englische Nachbarn am Ankerplatz. Nicky und Ben von der Bora Bora, die wir spontan besuchen. Ihr Spibaum hängt draußen und daran ist ein Seil befestigt, dass ins Wasser reicht. Uns ist rätselhaft, was das soll, daher beschließen wir zu fragen. Offenbar rollt ihr Boot in den Wellen arg und das Gewicht am Seil, bildet das Gegengewicht. Wir kommen schnell ins Gespräch. Die beiden sind in unserem Alter und wir verabreden uns am Strand. Da wir uns ein sehr billiges Bodyboard gekauft haben, verbringen wir aktuell viel Zeit am Strand. Mit dem kleinen Plastikding kann man mit etwas Glück eine Welle kriegen und bis zum Strand etwa 20 m auf der Welle „surfen“. Ist ein sehr witziges Ding, ging aber leider nach zwei Stunden Gebrauch schon ziemlich in die Binsen. Das Plastik hat beschlossen in der Mitte durchzubrechen. Es funktioniert zwar durchaus noch, aber man kriegt halt doch immer was man bezahlt. 

So verbringen wir unsere Abende meist mit den Boras. Auch wird uns Michael bald wieder verlassen, da sein Ausweis hier zwar beantragt werden kann, aber er in der Zwischenzeit nicht in der EU bleiben darf. Wir überlegen also, was wir mit unserer Zeit anstellen wollen. Wir haben nun schon mehrfach von dem Grenzfluss zwischen Spanien und Portugal gehört, und jeder schwärmt in den höchsten Tönen. So werden wir wohl bald mal wieder unseren Anker lichten, sobald der starke Ostwind abnimmt und uns selbst ein Bild davon machen. 

Am Strand

Ein Abend auf Bora Bora

Kategorien:Portugal

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